Gerhard Schafroth muss alleine kämpfen

Der Regierungsratskandidat der GLP wird von keiner anderen Partei unterstützt. Er selber räumt sich trotz seines Alleingangs gewisse Wahlchancen ein.

Porträt von Gerhard Schafroth

Bildlegende: Will für die Grünliberalen in die Regierung: Gerhard Schafroth zVg

Der 55-jährige Jurist und Steuerexperte Gerhard Schafroth aus Liestal will bei den Ersatzwahlen in den Regierungsrat den freien Sitz erobern. Der GLP-Mann kämpft dabei ohne Unterstützung einer anderen Partei. Sogar die BDP, die im Landrat mit der GLP eine Fraktion bildet, unterstützt lieber den SVP-Kandidaten Thomas Weber.

Dass Schafroth ohne fremde Unterstützung in den Wahlkampf ziehen muss, bereitet ihm selber keine Sorgen. Er räumt sich selber - entgegen der Meinung der meisten Polit-Experten - sogar Wahl-Chancen ein. Schafroth glaubt nämlich, dass SVP-Kandidat Thomas Weber im ersten Wahlgang chancenlos bleibe - und daher das bürgerliche Lager im zweiten Wahlgang ihn unterstützen könnte.

Schafroth hält sich selber für einen guten Kandidaten, weil das Baselbiet derzeit primär einen neuen Finanzdirektor brauche und er das nötige Fachwissen mitbringe. «Ich sehe im Umfeld anderer Kantone, wieviel geschickter sie die Finanzpolitik machen, dies gibt mir die Überzeugung, dass wir das im Baselland auch tun können.»

Sein Handicap im Wahlkampf: Schafroth gilt im Landrat als Einzelkämpfer. FDP-Landrat Balz Stückelberger glaubt, dass Schafroth nicht teamfähig sei. «Es würde Gerhard Schafroth wohl auch als Regierungsrat schwer fallen, das Rechthaberische abzustreifen.» Schafroth lässt diesen Einwand jedoch nicht gelten. Er sei zwar sicher «kein Kuschelpolitiker», aber sehr wohl teamfähig. «Selbstverständlich ordne ich mich der Mehrheit unter.»