Podiumsdiskussion nicht nur im Zeichen der Baselbieter Finanzen

Am Podium des «Regionaljournal Basel» und der «Basellandschaftlichen Zeitung» standen sich Eric Nussbaumer (SP), Thomas Weber (SVP) und Gerhard Schafroht (GLP) gegenüber. Sie wollen Nachfolger von Finanzdirektor Adrian Ballmer in der Regierung werden. Hauptthema waren demnach auch die Finanzen.

Die drei Kandidaten sitzen auf dem Podium, Nussbaumer und Weber in Denkerpose

Bildlegende: Auf dem Podium: Eric Nussbaumer (SP), Gerhard Schafroth (GLP) und Thomas Weber (SVP) srf

Rund 200 Interessierte kamen am Dienstagabend in die Baselbieter Kantonsbibliothek, um die drei Regierungskandidaten der Wahlen am 3. März noch besser kennenzulernen. Sie wurden nicht enttäuscht: Es entwickelte sich eine spannende Diskussion und es zeigten sich die Unterschiede der drei Kandidaten auch beim Thema Finanzen - Beispiel die Vermögenssteuer: «Ich würde sie nicht senken. Unser Kanton kann dies im Moment nicht machen. Es ist erst ein Thema, wenn das strukturelle Defizit wieder weg ist», sagte der Sozialdemokrat Eric Nussbaumer. Ganz widersprechen konnte hier der Kandidat der Bürgerlichen nicht - Thomas Weber: «Ich gehe einig, dass wir derzeit keinen Handlungsspielraum für Einnahmeausfälle haben. Aber mittel- und langfristig müssen wir im Ranking, wenn wir mit anderen Kantonen mithalten wollen, dorthin kommen, dass sich die Steuerzahler mit mittleren und hohen Einkommen im Baselbiet wieder wohlfühlen.»

Angriffslustig trat der Dritte im Bunde auf, der Grünliberale Gerhard Schafroth.  Er forderte, dass die Reichtumssteuer, die in den 70er Jahren eingeführt worden war, wieder gesenkt werden soll.

« Ich warte auf Dich »

Neben der angeregten Debatte blieb auch Platz für Scherze: Er könne sich sehr gut vorstellen, ab 2015 mit Eric Nussbaumer zusammenzuarbeiten in der Regierung, meinteThomas Weber. Nussbaumer konterte: «Ich warte auf Dich» und sorgte mit dieser pointierten Aussage für Lacher und Szenenapplaus.