Was änderte sich mit einer linken Regierung im Baselbiet?

Sollte bei den Erneuerungswahlen am 3. März der SP-Kandidat Eric Nussbaumer gewinnen, würde in Baselland eine linke Mehrheit regieren. Allerdings nicht für lange, meint Politbeobachter Roger Blum.

Portraitbild Roger Blum

Bildlegende: Sass zwischen 1971 und 1978 selber im Landrat: Politbeobachter Roger Blum zvg

Der Kanton Baselland wurde bis auf eine Ausnahme bürgerlich regiert. Nur gerade ein Jahr lang, nämlich 1947 sorgten drei SP-Vertreter für eine linke Mehrheit in der Regierung. Sonst dominierten in der 150 jährigen Politik des Kantons immer die bürgerlichen Parteien in der Regierung. Am 3. März könnte sich das Blatt aber wieder wenden.

Bei der Ersatzwahl für den abtretenden FDP-Mann Adrian Ballmer greift die SP mit ihrem Kandidaten Eric Nussbaumer an, und die Erfolgschancen für die Sozialdemokraten stehen gut, meint auch der Publizist und langjährige Politbeobachter Roger Blum, der selber einst für die FDP im Landrat sass. 

Im Fall einer Wahl Nussbaumers würde dieser zusammen mit seinem Parteikollegen Urs Wüthrich und dem Grünen Isaac Reber für eine links-grüne Mehrheit in dr Baselbieter Regierung sorgen. Allerdings nicht für lange, meint Roger Blum. Spätestens bei den Gesamterneuerungswahlen 2015 würde die SP ihren zweiten Sitz wieder verlieren.

Für die Zeit danach rechnet Roger Blum mit einer neuen Zauberformel für die Baselbieter Regierung, nämlich mit je einem Vertreter jeder grossen Partei, der SP, der SVP, der FDP, der CVP und der Grünen.