Erster veganer Laden in Basel zieht bunte Kundschaft an

Sie leiden unter dem Image, missionarisch und genussfeindlich zu sein: Veganer. Ein Besuch beim ersten veganen Laden in Basel zeigt aber, dass die Kundschaft nicht dem Klischee von militanten «Öko-Fundamentalisten» entsprechen.

Verschiedene Gemüse.

Bildlegende: Keine tierischen Produkte: In Basel macht der erste vegane Laden auf. Colourbox

Das auffälligste im ersten veganen Laden an der Missionsstrasse in Basel ist, dass die Kundinnen und Kunden nicht speziell auffallen: Junge wie Alte, Frauen wie Männer – eine durchmischte Kundschaft wie in einem traditionellen Lebensmittelladen.

«Früher waren ausschliesslich Hippies vegan. Heute ist es schon fast ein Life Style, sich gesund und eben auch vegan zu ernähren», sagt eine junge Kundin. Die Leute seien offener gegenüber veganer Nahrung, sagt ein Kunde aus Lörrach: «Viele probieren es einmal einmal aus. Allerdings ziehen sie es dann nicht unbedingt konsequent durch.» Vegane Ernährung scheine aber in den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten Anklang zu finden.

Ähnliches ist auch in Restaurants zu beobachten: Auf vielen Speisekarten finden sich zwar mittlerweile vegane Menü. Maurus Ebneter, Vorstandsdelegierter des Basler Wirteverbands glaubt aber, «dass die Ernährung ganz ohne tierische Produkte eine Nische bleiben wird. Für normale Restaurants ist es kein Thema, ganz auf vegan umzustellen.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)