Europäischer Spitzenfussball vor trostloser Kulisse

Der FC Basel muss gegen Valencia ein sogenanntes Geisterspiel absolvieren. Draussen hinter der Muttenzer Kurve jubeln gleichzeitig die Fans - ihre Gesänge sind auch im leeren Stadion zu hören.

Die Anzeigetafel im Basler St.Jakob-Park

Bildlegende: Europäischer Spitzenfussball vor leerer Kulisse: die Anzeigetafel beim Geisterspiel Basel-Valencia Keystone

Anfeuerungsrufe von den eigenen (verletzten) Mitspielern, vereinzelter dünner Applaus, ein lauter spanischer Radio-Reporter und von weiter weg die gewohnten Gesänge. Das Geisterspiel Basel-Valencia im Europa League-Viertelfinal wird ganz sicher in die Clubgeschichte eingehen.

Die treuesten Fans stehen draussen

Gerade mal 600 Menschen dürfen im Stadion sein - aber ganz streng kontrolliert nur auf dem Platz, den ihnen die UEFA zugewiesen hat, das gilt vor allem für die Journalisten.

Die Stimmung im St.Jakob-Park erinnert trotz laufender Fernseh-Kameras eher an ein Spiel der 1. oder sogar der 2. Liga auf einem besseren Trainingsfeld. Der Unterschied ist allerdings auch, das für einmal die Stimmung vor dem Stadion gemacht wird, genauer vor der Muttenzer Kurve. Dort stehen nämlich ein paar Hundert Fans, sehen das Spiel via Video-Übertragung und skandieren die gewohnten Gesänge, die sind zeitweise auch im leeren Stadion zu hören. Und der Spielverlauf motiviert sie auch für ihre Unterstützung.

Am Ende dieses denkwürdigen Spieles bedanken sich die siegreichen FCB-Spieler auf ihre Weise für die ungewohnte Unterstützung: nach dem 3:0-Sieg stürmen Stocker und Co. die Stufen der Muttenzer Kurve und suchen direkt den Kontakt mit den Fans draussen.