Fahrende erhalten in Basel festen Standplatz

Nach langer Suche wurde die Basler Regierung nun doch fündig. In Basel West, nahe der Grenze zu Frankreich, sollen Fahrende einen festen Standplatz erhalten. Auf dem Areal können sie zehn Stellplätze belegen.

Ansicht des Areals der UPK von oben.

Bildlegende: Auf dem Areal neben dem Tierpark der UPK sind zehn Stellplätze für Fahrende vorgesehen. Google Earth

Seit Monaten sucht Basel-Stadt einen geeigneten Standplatz für Fahrende. Nun wurde die Regierung fündig. Nämlich auf einem Areal in Basel-West nahe der Grenze zu Frankreich. Zwischen der Burgfelder- und der Flughafenstrasse, am Rande des Geländes der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) will die Regierung einen Standplatz einrichten.

«  Wir haben ja schon an anderen Nutzungen so dermassen knappes Land. Wir haben nicht einmal einen Campingplatz. »

Susanne Fischer
Planungsamt BS

Die Suche sei nicht einfach gewesen, sagt die Susanne Fischer vom zuständigen Planungsamt: «Nichts ist schwieriger als in Basel-Stadt einen Standplatz für Fahrende einzurichten. Wir haben ja schon an anderen Nutzungen so dermassen knappes Land. Wir haben nicht einmal einen Campingplatz.»

Platz für zehn Wohnwagen

Das Areal von etwa 2000 Quadratmetern bietet Platz für bis zu zehn Stellplätze. Auf dem Areal soll ein einfaches Sanitätsgebäude mit Toiletten und Duschen gebaut werden. Die Regierung rechnet mit Kosten von 1,4 Millionen Franken. Der Standplatz soll den Fahrenden ab 2017 bereit stehen. Nach dem Regierungsbeschluss muss nun das Basler Bau- und Verkehrsdepartement eine entsprechende Vorlage für den Grossen Rat ausarbeiten.

Venanz Nobel, Vizepräsident des Vereins Schäft-Qwant, der die Interessen von Jenischen vertritt, begrüsst den Entscheid der Basler Regierung: «Es hat viel Grünzonen rundherum, trotzdem ist es mit der nötigen Infrastruktur erschlossen und ist mit Wochnwagen auch gut erreichbar. Ich sehe das prima vista sehr, sehr positiv.»

«  Ich sehe das prima vista sehr, sehr positiv. »

Venanz Nobel
Vizepräsident Verein Schäft-Qwant

In Zugzwang geriet die Basler Regierung, weil seit Mitte April eine Gruppe von Fahrenden auf dem ehemaligen Esso-Areal im Rheinhafen Klybeck lebt. Sie wurden bisher geduldet mit dem Verweis, dass ein fester Standplatz gesucht werde.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)