«Fall Wischberg» wird zu einem Thema im Baselbieter Landrat

Im langjährigen Streit um die Deponie Wischberg in Hemmiken und einen Rutschhang, der einen Bauernhof bedroht, ist nun die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Landrates am Zug: sie soll sich mit dem komplizierten Fall befassen. Eine deutliche Mehrheit hat diesem Schritt zugestimmt.

Der Bauer Alfred Suter, im Hintergrund der Landratssaal

Bildlegende: Interessierter Zuschauer auf der Landratstribüne: Bauer Alfred Suter aus Hemmiken. Benedikt Erni SRF

Seit 15 Jahren kämpft der Bauer Alfred Suter darum, mit seinem Anliegen beim Kanton Anerkennung zu finden. Er macht eine Deponie oberhalb seines Bauernhofes in Hemmiken für einen Rutschhang verantwortlich, der seinem Grundstück zu schaffen macht.

Mit dem Fall musste sich vor einigen Jahren sogar das Bundesgericht befassen. Anschliessend setzte der Kanton einen Runden Tisch ein.

Weil dieser aber über Jahre erfolglos blieb, kam das Geschäft nun in den Landrat, Bauer Alfred Suter sass an diesem Tag auf der Zuschauertribüne des Parlamentes. Mit Befriedigung nahm er zur Kenntnis, dass das Kantonsparlament mit grosser Mehrheit beschloss, die GPK solle sich mit dem Fall befassen.

SP-Landrat als treibende Kraft

Massgeblich daran beteiligt, dass es soweit kam, war SP-Landrat und Bauer Hannes Schweizer, der im Rat sagte: «So kann es nicht mehr weitergehen!» Der Fall, der bis ins Jahr 2000 zurückreicht, müsse nun endlich abgeschlossen werden. So drückten es neben Schweizer auch noch andere Votanten im Landrat aus. Baudirektorin Sabine Pegoraro (FDP) wurde im Lauf der Debatte mit Vorwürfen konfrontiert, sie sitze das Problem seit Jahren bloss aus. Darauf reagierte sie mit einem lapidaren: «So einfach ist es eben nicht.»

Für Bauer Alfred Suter ist das Resultat auf jeden Fall positiv: «Ich gebe die Hoffnung nie auf - auch hier nicht.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)