Fasnachtskiste soll Kinder mit Fasnachtsfieber anstecken

Das Basler Fasnachts-Comité macht sich Sorgen um den Nachwuchs. Nun soll der Fasnachtsunterricht an Basler Kindergärten und Primarschulen verbessert werden. Mit einer sogenannten Fasnachtskiste sollen Kinder mit Piccolo, Larven und Kostümen ein erstes Mal in Kontakt kommen. Die Behörden ziehen mit.

Kinder an der Fasnacht

Bildlegende: Keiner zu klein, ein Fasnächtler zu sein. Mit dem Fasnachtsvirus sollen noch mehr Kinder infiziert werden. Keystone

Doris Ilg von der Volksschulleitung beim Basler Erziehungsdepartement und verantwortlich für den Bereich Kindergarten und Primarschulen unterstützt die Idee der Fasnachtskisten: «Bei den Kindern ist das Berühren von Gegenständen wichtig.» Sie erhofft sich einen lebendigen Fasnachtsunterricht, der mit einem neuen Online-Lehrmittel in diesem Jahr ohnehin neu lanciert wird.

30 Schulstandorte werden bis Ende Jahr mit je einer Kiste beliefert. Kostenpunkt je rund 800 Franken. Mit einem Aufruf sucht das Fasnachts Comité aktive Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, ihre nicht mehr benutzten Larven, Trommelschlägel, Trommelböckli oder Kostüme gratis zur Verfügung zu stellen.

Pia Inderbitzin, beim Fasnachts Comité für die Jugendförderung zuständig, steht am Anfang der Idee: «Gleich wie der Sexkoffer soll die Fasnachtskiste an allen Schulstandorten vorhanden sein. Damit der Fasnachtsunterricht möglichst lebendig gestaltet werden kann.»