Feierabend auf dem Rhein mit Stand-up-paddling

Die neue Trendsportart auf dem Rhein verspricht Erholung, Naturerlebnis, Ruhe und Bewegung. Dafür braucht man ein Brett, ein Paddel und keine Angst vor kaltem Wasser. Ein Wassersportler aus Pratteln gibt Kurse im Stand-up-paddling.

Mann mit Paddel auf Surfbrett

Bildlegende: Mario Teuscher beim Stand-up-paddling auf dem Rhein. zVg

Man müsse schwimmen können und einen Gleichgewichtssinn haben, mehr brauche es nicht, sagt Mario Teuscher. Er unterrichtet zwei Mal pro Woche am Abend Kursteilnehmer im Stand-up-paddling. Dabei steht man auf einem speziell gefertigten Brett, ähnlich einem Surfbrett, und paddelt der Küste entlang. «Die meisten Kursteilnehmer stehen die ersten zehn Minuten lustig auf dem Brett, einige fallen auch ins Wasser. Aber nach zwei, drei Kursstunden stehen fast alle sicher auf dem Brett.»

Der Rhein so ruhig wie ein See

Üben würde man am besten oberhalb der Stauwehre, in Birsfelden oder vor allem in Möhlin. Dort würden Verhältnisse wie auf einem See herrschen, so Teuscher. Und kalt sei der Rhein auch nicht allzu sehr, ins Wasser fallen gehöre zum Sport dazu und habe noch keinem geschadet. Er ist kein Freund von Neopren-Anzügen: «Wir gehen ohne Neopren auf die Bretter, auch im Winter, denn sonst ist es zu warm. Man bewegt sich ja schliesslich beim Paddeln.»

Von Polynesien über Kalifornien nach Basel

Der Ursprung des Sports ist laut Teuscher bei den Polynesischen Fischern zu suchen. Die Männer standen auf den Brettern und paddelten über die Wellen, um weiter weg von der Küste zu fischen. In den 50er-Jahren gab es einen ersten Boom auf Hawaii, als Touristen auf Surfbrettern standen und paddelten. Und vor rund zehn Jahren waren es Surfer und Wellenreiter in den USA, die das Stand-up-Paddling als Trainingsmöglichkeit reaktivierten. Vor rund fünf Jahren sei der Sport dann nach Europa geschwappt.