Folgen des Syngenta-Sparprogramms für Region noch unbekannt

Bis 2018 will Syngenta eine Milliarde Franken einsparen. Nicht betroffen von dem Programm soll das Forschungszentrum Stein sein. Das sagt Geschäftsleitungsmitglied Christoph Mäder im Interview mit Radio SRF.

Christoph Mäder gestikulierend anlässlich der Jahreskonferenz von Syngenta.

Bildlegende: Will nicht über allfällige Folgen des Sparprogramms für die Nordwestschweiz spekulieren: Syngenta-Geschäftsleitungsmi... Keystone

Christoph Mäder räumt ein, dass Syngenta ihre Ziele nicht überall erreicht habe. Es sei jedoch weniger eine Frage des Umsatzes, sondern der Profitabilität gewesen. Wegen Überproduktion beim Saatgut hatte Syngenta im letzten Jahr einen grossen Abschreiber machen müssen. Da seien Anpassungen nötig, um das Risiko zu senken.

Wie sich das Programm, mit dem die Kosten bis 2018 um eine Milliarde gesenkt werden sollen, in der Region Nordwestschweiz auswirken wird, sei noch völlig offen, sagte Geschäftsleitungsmitglied Mäder: «Es wäre völlig verfrüht zu spekulieren, ob und wieviel Stellen in der Schweiz abgebaut werden.» Auch in der Schweiz werde es gewisse Strukturanpassungen geben, deren Folgen jedoch offen seien.

Forschungszentrum Stein nicht bedroht

Nicht gefährdet sei jedoch das Forschungszentrum Stein im Fricktal. Syngenta habe sehr viel in diesen Standort investiert und sei dabei, nochmals 50 Millionen zu investieren. «Stein steht absolut nicht zur Diskussion in diesem Zusammenhang», versichert Christoph Mäder.