AKW Fessenheim Französische Gewerkschaften wehren sich gegen Stilllegung

Französische Gewerkschafter wollen die geplante Schliessung des AKW Fessenheim verhindern. Force Ouvrière und CFE-CGC legten Beschwerde gegen den Regierungserlass zur Schliessung der beiden Reaktoren beim Staatsrat ein, dem obersten französischen Verwaltungsgericht.

AKW Fessenheim von aussen.

Bildlegende: Basel-Stadt sowie einige Baselbieter Gemeinden setzen sich im Trinationalen Atomschutzverband für die Stilllegung ein. Keystone

«Dieses Dekret ist illegal, weil es nicht auf Antrag des Betreibers EDF erlassen wurde, wie das Energiewende-Gesetz es aber erfordert», teilte die Gewerkschaft Force Ouvrière mit.

Die scheidende französische Regierung hatte im April mit einem Dekret die Schliessung besiegelt, obwohl der Betreiber zuvor entschieden hatte, den Antrag zur Aufhebung der Betriebserlaubnis erst später zu stellen. Auch das Dekret sieht aber keine sofortige Abschaltung vor: Fessenheim soll erst dann schliessen, wenn ein neuer Atomreaktor in Flamanville am Ärmelkanal ans Netz geht. Dieser soll nach langen Verzögerungen Ende 2018 fertiggestellt werden.