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Freiwilliger Abstieg Der BSC Old Boys zieht sich aus der Promotion League zurück

Der Rückzug aus der dritthöchsten Spielklasse im Schweizer Clubfussball hat vor allem finanzielle Gründe.

Blick auf ein Fussballfeld mit Tartanbahn auf der Seite. Verschiedene Fussballspieler stehen auf dem Feld
Legende: Auf der Schützenmatte in Basel gibt es in Zukunft keine Spiele mehr in der Promotion League. Keystone

Auf der Schützenmatte finden ab der nächsten Saison keine Spiele in der Promotion League mehr statt. Der BSC Old Boys hat angekündigt, freiwillig in die tiefere Spielklasse, die 1. Liga abzusteigen. Die Promotion League ist die dritthöchste Spielklasse im Schweizer Clubfussball. Nach dem Rückzug der Old Boys ist der FC Basel der einzige Club aus der Region in den drei höchsten Spielklassen.

Der Betrieb einer Mannschaft in der Promotion League sei sehr teuer, sagt der Präsident des Clubs, Beat Fläcklin: «Die Realität der letzten Jahren hat gezeigt, dass es für den BSC Old Boys nicht möglich ist, die nötigen Gelder für den Betrieb einer Mannschaft in der Promotion Leauge zu generieren.» Einerseits sei das Interesse der Zuschauer nicht genügend gross gewesen, andererseits habe man auch nicht genügend Sponsoren gewinnen können, um die hohen Kosten zu stemmen. Man sei jedoch in der Vergangenheit allen finanziellen Verpflichtungen termingerecht nachgekommen.

Zukunft als Ausbildungsverein

Die neue Strategie des Vereins beinhalte, dass man als Partner des FC Basel mehr in die Ausbildung von Junioren investiere. Auch dazu eigne sich die 1. Liga besser als die Promotion League. In der tieferen Spielklasse sei es einfacher, gute Spieler aus der Nachwuchsabteilung nachzuziehen und in der ersten Mannschaft mitspielen zu lassen.

Fussballregion Basel bedauert Abstieg

Den freiwilligen Abstieg bedauern viele Fussballer-Exponenten in der Region. Thomas Steinemann, Präsident des FC Concordia, der derzeit in der 2. Liga agiert, sagt: «Wir finden, die Region braucht neben dem FC Basel noch einen anderen Club, der in der Promotion League spielt.» Der Entscheid von OB sei andererseits nicht überraschend, da die Kosten, um auf diesem Niveau zu spielen, enorm seien.

Peter Faé, Sportchef des Erstligisten FC Black Stars sagt, die Dominanz des FC Basels zeige sich auch bei der Sponsorensuche: «Wenn man für ein Inserat oder eine Werbetafel anfragt, bekommt man häufig die Antwort, man sei bereits beim FCB engagiert. Dies ist zwar verständlich, dadurch gehen aber die kleineren Vereine langsam zugrunde.»

Keine «Blüte» neben dem FC Basel

Daniel Schaub vom Nordwestschweizer Fussballverband ordnet den Rückzug der Old Boys wie folgt ein: «Der FC Basel zieht den Grossteil der Aufmerksamkeit auf sich. Daneben kann, überspitzt gesagt, fast nichts mehr blühen.» Kleinere Vereine bekämen zunehmend Mühe, die nötigen Finanzen für das Mitspielen in den höheren Ligen aufzutreiben.

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