Friedliche Protestaktionen auf Basler Messeplatz

Am Freitagabend protestierten zwei Gruppierungen an der Art Basel. Die einen spielten Frisbee und wollten so ein Zeichen setzen gegen die Kommerzialisierung des Kunstmarktes. Die anderen zündeten Rauchpetarden und riefen «Was ist Kunst?».

«Wir kritisieren den Kunstmarkt», so Enrique Fontanilles, Vizedirektor der Schule für Gestaltung und Mitglied des Kollektivs «Die Zelle». Was in den letzten beiden Jahren an der Art passiert sei - Fontanilles meint die Polizeieinsätze - habe genau damit zu tun. «Es darf nichts Unvorhersehbares passieren und alles soll möglichst sauber sein. Es ist mehr Markt als Kunst.»

An der Art 2013 sorgte das sogenannte «Favela-Dorf» auf dem Messeplatz für Aufregung. Lose Gruppierungen fühlten sich von der Kunstinstallation provoziert und errichteten daneben ihre eigenen Holzbauten. Die Polizei räumte den Messeplatz konsequent, und diese Räumung sorgte für viel Kritik.

Im letzten Jahr wollten Fontanilles und «Die Zelle» mit der «Pappteller-Aktion» an diese Räumung im Vorjahr erinnern. Doch die Polizei verhinderte dies und führte über 30 Personen ab.

Dieses Jahr verliefen die Protestaktionen friedlich. «Die Zelle» organisierte ein Frisbee-Spiel auf dem Messeplatz. Daneben versammelte sich am Freitag eine zweite Gruppierung. Mit einem Panzer aus Karton, schwarzen Ballons und ein paar Rauchpetarden machte sie auf sich aufmerksam. Während mehreren Minuten rief die Gruppe «Was ist Kunst?».

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)