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Die Gründe, weshalb das Hafenprojekt derart umstritten ist
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 11.02.2020.
abspielen. Laufzeit 10:17 Minuten.
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Gateway Basel Nord Ein Mega-Projekt, viele Streithähne. Wer hat welche Interessen?

Die Pläne für das neue trimodale Containerterminal beim Basler Rheinhafen sind gigantisch. Für rund eine Viertel Milliarde Franken soll ein sogenanntes trimodales Terminal gebaut werden. Es ist eines der grossen Infrastrukturprojekte der Schweiz.

Visualisierung von Gateway Basel Nord
Legende: Gateway Basel Nord soll dafür sorgen, dass noch mehr Container auf dem Rhein transportiert werden können. zvg

Das Projekt ist aber nicht nur gross, es ist auch umstritten.

Vier Player - Vier Interessen

Das «Regionaljournal Basel» nennt die wichtigsten Player und ihre Interessen.

  • Ein Mann vor einer Karte
    Legende: Hanspeter Hadorn, Direktor der Rheinhäfen, kämpft für das Hafenbecken 3. SRF/Sedrik Eichkorn

    Gateway Basel Nord

    Die Firma wurde gegründet, um das Projekt voranzutreiben. Dahinter stehen die Schweizerischen Rheinhäfen, SBB Cargo und weitere Logistikfirmen. Ihr Ziel: Die Kapazitäten des Hafens auszubauen, für jährlich bis zu einer halben Million Container. Das trimodale Terminal soll das Verladen der Güter vom Schiff auf die Eisenbahn oder Lastwagen effizient möglich machen. Dafür sei der ehemalige Rangierbahnhof der Deutschen Bahn der optimale Ort.

  • Eine Schlange
    Legende: Pro Natura Basel will die Naturschutz-Zone erhalten und kämpft darum gegen das Hafenbecken 3. SRF

    Pro Natura Basel

    Die Naturschutz-Organisation kämpft an vorderster Front gegen Gateway Nord. Denn das Hafenbecken 3 ist auf einer Natur-Schutzzone geplant. Dort habe sich in den letzten Jahrzehnten eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt angesiedelt. Das Projekt würde diese Landschaft zerstören. Pro Natura sagt, das Gebiet sei unantastbar; das Hafenbecken müsse an einer anderen Stelle gebaut werden.

  • Ein Mann steht vor Containern
    Legende: Roman Mayer, Geschäftsführer von Swissterminal, hält die Ausbaupläne für überdimensioniert. SRF/Sedrik Eichkorn

    Die Firma Swissterminal

    Swissterminal ist schweizweit führend im Umschlag von Containern aus dem Ausland. Die Geschäftsleitung bezeichnet Gateway Nord als überrissen und unrentabel. Weiter würde sich SBB Cargo damit eine Monopolstellung verschaffen, subventioniert mit Steuergeldern. Private Firmen würden aus dem Markt verdrängt. Swissterminal hat ein Alternativ-Projekt lanciert.

  • Baukräne
    Legende: Basel-Stadt Der Kanton Basel-Stadt hofft setzt auf neue, attraktive Wohngebiete. Keystone

    Der Kanton Basel-Stadt

    Die Regierung steht hinter dem Projekt. Es schafft Arbeitsplätze und sorgt für Steuereinnahmen. Weiter sollten durch die Realisierung von Gateway Nord andere Areale frei werden, die jetzt noch durch die Häfen besetzt sind. Der Kanton möchte dort Wohnquartiere erstellen. Quartierbewohner aus Kleinhüningen wehren sich aber gegen diese Pläne.

Am Mittwoch entscheidet der Grosse Rat, ob er das Projekt Gateway Basel Nord mit über 115 Millionen Franken unterstützen will. Doch selbst wenn das Parlament den Kredit sprechen sollte, ist eine Volksabstimmung so gut wie sicher: Mehrere Interessengruppen erwägen bereits jetzt ein Referendum.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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