Gefederte Therapeuten

Ab August bietet die REHAB Basel, das Zentrum für Querschnittgelähmte und Hirnverletzte, so genannte tiergestützte Therapien für hirnverletzte Menschen an. Schweizweit ist dies einzigartig.

Ziege an der Leine, schaut in die Kamera.

Bildlegende: Ziegen sollen unter anderem die Therapie in der Rehab Basel unterstützen. Colourbox

Künftig bekommen die Therapeuten und Therapeutinnen der REHAB Basel tierische Unterstützung. Ab August werden im Therapie-Tiergarten so genannte tiergestützte Therapien angeboten, dies als Erweiterung zu den bisherigen Therapien. Bei den tiergestützten Therapien werden domestizierte Haustiere in die konventionellen Therapien eingebunden, konkret bedeutet dies z.B. eine Logo – oder Ergotherapie nicht nur mit dem Therapeuten und dem Patienten, sondern auch noch mit einem Huhn oder einer Ziege. Tiergestützte Therapien würden zu hirnverletzten Menschen nochmals einen ganz anderen Zugang ermöglichen, meint Christine Kilcher, Projektleiterin des Therapie-Tiergartens.
«Im Vordergrund steht das direkte Erleben. Die Patienten können die Tiere anfassen, streicheln und spüren sofort die Wärme», sagt Christine Kilcher gegenüber dem «Regionaljournal» auf SRF 1. Es gehe darum, alle Sinne der hirnverletzten Menschen anzusprechen.

Begleitung durch ein Forschungsprojekt

Auch Chefärztin und Neurologin Margret Hund-Georgiadis ist überzeugt, dass die tiergestützte Therapie den Rehabilitationsverlauf positiv beeinflusse. Um dies zu überprüfen, wird der Therapie-Tiergarten von einem Forschungsprojekt begleitet. «Wir werden überprüfen, ob die Patienten dank den Tieren mehr Worte produzieren können, mehr Blickkontakt haben und ob sie stabiler sind.»
Ab Mitte August werden die ersten tiergestützten Therapien in der REHAB Basel angeboten.