Gemischte Gefühle in Dittingen nach Flugzeugabsturz

In der Baselbieter Gemeinde Dittingen stürzte bei einer Flugshow ein Flugzeug mitten im Dorf ab, der Pilot kam ums Leben. Das war Ende August. Einen knappen Monat später traf sich die Dorfbevölkerung zu einer Aussprache am Runden Tisch.

Scheune, die vom abgestürzten Flugzeug zerstört wurde.

Bildlegende: Beim Absturz des Flugzeugs kam der Pilot ums Leben. Keystone

Ein Flugzeugabsturz mitten im Dorf, das hinterlässt Spuren bei der Dorfbevölkerung. Dies war deutlich spürtbar am Runden Tisch, an den sämtliche Betroffene eingeladen waren. Rund 70 Frauen und Männer aus Dittingen nahmen am Montag an ihm teil.

Es bleibt der Eindruck, dass Schlimmeres hätte passieren können. «Wir hatten kleine Kinder im Garten, es hätte ganz schlimm rauskommen können. Wir haben Glück gehabt» sagt eine Einwohnerin von Dittingen.

«  Wir haben Glück gehabt. »

Einwohnerin von Dittingen

Gleichzeitig wurde jedoch deutlich, dass ein Grossteil der Dittinger trotz des Unfalls noch immer hinter der Flugschau steht. Die Flugtage Dittingen gebe es seit sechzig Jahren. Die Flugschau sei immer ein grosses Volksfest, dieses dürfe man wegen eines Unfalls nicht aufgeben. Hundertprozentige Sicherheit, meinte ein Anwohner, gebe es sowieso nicht.

Einen Beschluss, ob die Dittinger Flugtagen in Zukunft wieder stattfinden, gab es gestern nicht. Es solle eine Volksabstimmung geben. Die Bevölkerung solle anonym ja oder nein zu den Flugtagen sagen sollen, schlug eine Einwohnerin vor.

Im ersten Halbjahr 2016 wollen Gemeinde und Veranstalter erst entscheiden, wie es weitergeht.