Gempen und Muttenz legen bizarren Streit bei

Muttenz (BL) wollte die Eigentalstrasse sperren, da diese zu eng und zu gefährlich sei. Gempen (SO) reagierte darauf mit der Drohung, der Muttenzer Sulzkopfhütte das Wasser abzustellen. Nun verzichtet Muttenz auf die Strassensperrung und die beiden Gemeinden haben sich versöhnt.

Sulzkopfhütte

Bildlegende: Gempen wollte der Sulzkopfhütte das Wasser abdrehen. SRF/Claudia Kenan

Die Eigentalstrasse sei für Gempen sehr wichtig, sagt Gemeindepräsident Patrik Stadler. Es handle sich um eine der wichtigsten Verbindungen ins Tal.

Deshalb holte Gempen zum Gegenschlag aus, als bekannt wurde, dass Muttenz diese Strasse sperren will. Die kleine Gemeinde drohte damit, der Muttenzer Sulzkopfhütte das Wasser abzustellen. Dies berichtete die Zeitung Schweiz am Sonntag.

Am Freitagmorgen aber verkündete Muttenz, dass man sich geeinigt habe. Aldo Grünblatt von der Gemeindeverwaltung sagt, «dass uns nicht bewusst war, wie wichtig die Strasse für Gempen ist.» Dies habe man bei der Planung der Strassensperrung anders eingeschätzt.

Kantonsgrenzen als Kommunikationshürde

«Dadurch, dass Gempen zu einem anderen Kanton gehört, haben wir sehr wenig miteinander zu tun», erklärt Aldo Grünmatt den Konflikt. In Zukunft wollen beide Gemeinden besser miteinander kommunizieren und das Gespräch öfters suchen.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)