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Basel Baselland Geplante Sondermüll-Entsorgungsfirma löst in Grenzach Kritik aus

In Grenzach-Wyhlen ist eine Sondermüll-Entsorgungsfirma geplant. Seit eineinhalb Jahren befasst sich die Gemeinde mit den Plänen auf dem BASF-Areal (ex Ciba). In der Bevölkerung ist die Stimmung gekippt. Das zeigt eine Bürger-Information: Rund 300 Personen kamen und äusserten sich auch kritisch.

Bürger in einer Turnhalle, am Podium sitzen Vertreter von Gemeinde und Firma
Legende: Vollbesetzte Informationsveranstaltung am Montagabend in Grenzach-Wyhlen. zvg

Rund 300 Grenzacherinnen und Grenzacher kamen zur Bürger-Information der Gemeinde und viele äusserten sich kritisch zur Anlage. Sie zeigten sich beunruhigt von den Plänen und zogen Parallelen zur Sandoz-Katastrophe und auch zur Reaktor-Katastrophe von Fukushima.

Der geplante Standort auf dem BASF-Gelände sei ohnehin belastet, versuchte Bürgermeister Jörg Lutz zu beruhigen - und löste damit weitere kritische Stimmen aus: Das verseuchte Material sollte lieber aus dem Boden entsorgt werden, da es aus dem kiesigen Gelände in den Rhein ausgewaschen werden könne und somit eine potentielle Gefahr darstelle, meinte ein Sprecher.

Das Ziel der Entsorgungsfirma aus Nordrhein-Westfalen: Die Anlage solle möglichst nah an den Kunden sein wie der BASF. Damit entfielen lange Transportwege auf der Strasse. Zwei Drittel der Stoffe sollen per Bahn angeliefert werden, in Zukunft soll auch ein Teil der Entsorgungsgüter per Schiff angeliefert werden.

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