Geruchsbelästigung über Basel wegen Novartis-Deponie in Huningue

Der Geruch von Mottenkugeln hänge in der Luft, haben sich Anwohner und Anwohnerinnen beim Amt für Umwelt und Energie (AUE) beschwert. Vor allem in Kleinhüningen und im St. Johann sei der Geruch penetrant. Die Novartis bestätigt, dass der Geruch vom Areal der ehemaligen ARA-Steih in Huningue kommt.

Schiff

Bildlegende: Bei der Umlagerung auf das Schiff wird der Geruch freigesetzt. Keystone

«Der Geruch ist nicht gefährlich», betont Roger Fischer, zuständig bei der Novartis Schweiz für Sicherheit und Umwelt. Alle bisherigen Abklärungen hätten keine Gesundheitsgefährdung ergeben, so Fischer gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Die Novartis arbeite intern auf Hochtouren, um die Quelle des Geruchs zu finden. Es sei anzunehmen, dass der Geruch vom Stoff Lindan stammt, einem gefährlichen Insektizid. Dass der Geruch des eigentlich gefährlichen Materials nicht bedenklich sei bestätigt auch Jürg Hofer, Leiter des AUE. «Jedoch wäre es heikel, wenn auch gefährliche Staubpartikel in der Luft wären», so Hofer. «Dann müssten wir bei den französischen Behörden vorstellig werden.» Diese müssten dann strengere Vorschriften für die Baustelle erlassen.

Um herauszufinden, ob Handlungsbedarf besteht, führt das AUE eine Staubmessaktion durch. Mit ersten Ergebnissen wird in der nächsten Woche gerechnet. Man arbeite eng mit der Novartis zusammen, so Hofer. Auf dem Areal wird seit einem Jahr das giftige Lindan rückgebaut.