Gewerkschaft Unia: Weiterer Stellenabbau bei Huntsman in Basel

Bei der US-amerikanischen Chemiegruppe Huntsman droht gemäss der Gewerkschaft Unia ein Abbau von 100 Stellen in Basel. Betroffen ist auch der Standort im Wallis. Beide Standorte wurden bereits mehrmals restrukturiert. Die Unia zeigt sich überrascht vom Ausmass des Abbaus.

Demonstranten mit Transparent, Huntsman-Logo und Unia-Fahnen

Bildlegende: Arbeitnehmer des Chemiekonzerns Huntsman demonstieren 2011 gegen den Stellenabbau in Basel. Keystone

Gemäss einer Medienmitteilung der Walliser Unia-Sektion will Huntsman die Wettbewerbsfähigkeit seiner Abteilung «Advancend Materials» verbessern. Deshalb habe der Konzern entschieden, zwischen 300 und 400 der weltweit 2500 Arbeitsplätze zählenden Sparte abzubauen. In Basel sollen die Hälfte der 200 Stellen verschwinden.

 Der Huntsman-Konzern bestätigte die Zahlen nicht. Ein Sprecher zeigte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erstaunt, dass die Gewerkschaft die Vertraulichkeit des am Donnerstag eingeleiteten Konsultationsverfahrens nicht achtete. Über das konkrete Ausmass des Stellenabbaus im Segment sei noch nicht entschieden.

Die Unia befürchtet mittelfristig ein Wegzug von Huntsman aus der Schweiz. Die Gewerkschaft verlangt eine Garantie hinsichtlich des Bestehens der Werke in Monthey und Basel, sagte ein Unia-Sprecher.

 Es handelt sich nicht um den ersten Stellenabbau von Huntsman in der Schweiz. Der Chemiekonzern hatte bereits 2011 angekündigt, bis Ende 2013 in Basel rund 600 Stellen abzubauen. Basel ist der Europa-Hauptsitz von Huntsman.