Gratis-Schminken an der Basler Fasnacht sorgt für Diskussionen

Das Shoppingcenter St.-Jakob-Park hat während der Basler Fasnacht offen. Um Kundschaft anzulocken, bietet es Kindern am Fasnachts-Zyschtig ein Gratis-Schminken an. Dabei gelten geschminkte Gesichter an der Basler Fasnacht als verpönt. Prompt gibt es Kritik an der Aktion.

Zwei Kinder am Liestaler Fasnachts-Kinderumzug.

Bildlegende: Geschminkte Kindergesichter - was in Liestal gerne gesehen ist, gilt in Basel als verpönt. Matieu Klee/SRF

Nicht immer entsprechen die Angebote, die Basler Detailhändler vor und während der Fasnacht machen, den Wünschen der Fasnächtler. So will das Shoppingcenter St.-Jakob-Park am diesjährigen Fasnachts-Zyschtig junge Kundschaft mit einem Gratis-Schmink-Angebot anlocken. Centerleiter Daniel Zimmermann: «Wir haben uns gedacht: Wenn die Kleinen auf dem Weg in die Stadt bei uns vorbeikommen, dann lassen wir sie von professionellen Leuten schminken.»

«  Ich finde es falsch, wenn man verschiedene Traditionen vermischt. »

Felix Rudolf von Rohr
Ehemaliger Obmann Basler Fasnachts Comité

Solche Angebote ärgern den Ex-Obmann des Basler Fasnacht Comités Felix Rudolf von Rohr: «Dass Kinder sich für die Fasnacht schminken, ist an und für sich nicht dramatisch. Schlimm ist es hingegen, dass man dies um des Kommerzes Willen fördert und Geld damit macht.» Denn, so Felix Rudolf von Rohr weiter, das Schminken gehöre nicht zur Basler Fasnacht. Hier trage man eine Larve sowie ein Kostüm. Und dies gelte auch für Kinder.