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Basel Baselland Grenzwache greift Flüchtlinge im Badischen Bahnhof in Basel auf

Immer mehr Flüchtlinge reisen via Badischer Bahnhof in die Schweiz. Grund dafür sei eine veränderte Asylpraxis in Deutschland, heisst es bei den Behörden. Die Grenzwache verstärkt ihre Kontrollen. In der ersten Novemberwoche wurden 220 Personen aufgegriffen, die meisten aus Afghanistan.

Aussenansicht des Badischen Bahnhofs in Basel.
Legende: Die Schweizer Grenzwache greift am Badischen Bahnhof in Basel immer mehr Migranten auf. Imago / Arnulf Hettrich

Bisher waren für die Schweiz die Ost- und Südgrenze als Flüchtlingsrouten bekannt. Neu kommen die Flüchtlinge nun auch über Basel in die Schweiz. Beliebt sei vor allem der Nachtzug aus dem Norden Deutschlands, der zwischen 6 und 7 Uhr in der Früh Basel erreicht, heisst es bei der Grenzwache.

Attila Lardori, Mediensprecher des Schweizer Grenzwachtkorps sagt im Interview mit dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF, dass seit Mitte Oktober an der Nordgrenze vor allem die Asylsuchenden aus Afghanistan zugenommen hätten. «Wir kontrollieren die Züge zwischen Freiburg und Basel und führen Flüchtlinge dann gleich ins Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel, ins Bässlergut.»

220 Migranten in der ersten Novemberwoche per Bahn

In der ersten Novemberwoche waren es rund 220 Migranten, die von der Grenzwache im Badischen Bahnhof aufgegriffen wurden. Die meisten von ihnen stammen aus Afghanistan. Die Verlagerung der Migrationsrouten habe verschiedene Ursachen, sagt Atilla Lardori. Einerseits habe sich die Flüchtlingsroute weg vom Mittelmeer auf die Balkanroute verlagert.

Anderseits spiele aber eine veränderte Asylpolitik in Deutschland eine wichtige Rolle. «Afghanen geniessen nicht mehr den gleichen Schutz im Nachbarland. Bei den Flüchtlingen spricht sich schnell herum, dass die Praxis gegenüber den Afghanen in der Schweiz noch nicht verschärft wurde.»

Ein Augenschein am frühen Morgen beim Badischen Bahnhof in Basel bestätigt die Aussage des Mediensprechers des Schweizer Grenzwachtkorps. Aus dem Nachtzug aus Deutschland stiegen 30 - 40 Frauen, Männer und Kinder. Auf der Fahrt aufgegriffen wurden sie von 10 bis 15 Beamten. Die Bilder erinnerten an frühere Zeiten, als Flüchtlinge vor den Nazis flüchteten und am Badischen Bahnhof die Schweiz erreichten.

(Regionaljournal Basel 17:30 Uhr)

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5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Und was ist mit den illegalen"Flüchtlingen". Von denen will keiner sprechen. Der grösste Teil unserer Grenze ist Grün +kann über Land abseits von Grenzübergängen übertreten werden. Ich hoffe, dass die Polizei im Landesinnern genügend Kontrollen macht, um diese Illegalen zu erfassen +zu kontrollieren. Für mich ist vor allem die Tatsache untragbar, dass wir tausende von Männern einführen, die ihre Frauen unterdrücken (natürlich nicht offiziell). Jeder weiss es, aber offiziell leugnet man das.
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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Ohne weitere Komplikationen in den Zug Richtung DE setzen und zurückschicken. Das Problem muss von DE selbst gelösst werden.
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  • Kommentar von Franz Huber (Raffi)
    Genau das Problem erkannt. Jetzt aber nicht schlafen bis alle Migranten die in Deutschland keine Chancen auf Asyl haben schon in der Schweiz sind. Aufgreifen und zurück nach Deutschland bringen. Kann ja nicht sein das Mutti alle einlädt, und wenn sie dann da sind, haben sie es sich anders überlegt und die Einwanderer ziehen weiter ins nächste Land.
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