Grippe hat Basel im Griff

In der Region sind momentan so viele Leute an einer Grippe erkrankt, dass von einer Grippewelle gesprochen wird. Die Welle wird voraussichtlich noch ein paar Wochen andauern.

Alter Mann misst seine Körpertemperatur

Bildlegende: Grippe-Welle Mann misst, ob er Fieber hat Keystone

Wie Sabine Heuss, Mediensprecherin des Universitätsspitals Basel bestätigt, leidet Basel im Moment unter einer Grippewelle. «Damit von einer Grippewelle gesprochen wird, muss eine bestimmte Anzahl an Arztkonsultationen auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner pro Woche gegeben sein. Das wird vom Bundesamt für Gesundheit so definiert», erklärt Sabine Heuss. Im Moment werde dieser Wert in der Nordwetschweiz um das Vierfache überschritten, so der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr. Konkret wurden in der ganzen Nordwestschweiz 400 Arztbesuche pro Woche pro 100'000 Einwohner gemessen.

Diese Zahlen seinen nicht alarmierend, so Sabine Heuss weiter. «Das entspricht in etwa einer durchschnittlichen Grippewelle. Die Welle im letzten Jahr verlief sehr ähnlich, wenn auch etwas weniger schlimm.» Ob bereits der Höhepunkt der diesjährigen Epidemie erreicht ist oder nicht, das kann nicht genau gesagt werden. «Das wissen wir erst, wenn die Kurve wieder zu sinken beginnt. Im Moment sieht es eher danach aus, dass die Welle noch andauert.» Eine durchschnittliche Grippewelle dauere 5-6 Wochen, die diesjährige sei erst 3-4 Wochen aktiv.

Gute Handhygiene als Schutz

Jenen Menschen, die noch gesund sind, empfiehlen Sabine Heuss und Dominik Schorr, regelmässig und gründlich die Hände zu waschen sowie Menschenansammlungen zu vermeiden. «Sonst kann man nicht viel machen, für eine Impfung ist es schon zu spät.»