Grösste Abonnenten der TagesWoche sind Flughäfen Basel und Zürich

Knapp die Hälfte der TagesWoche-Abos werden an den Flughäfen Basel-Mulhouse und Zürich aufgelegt. Das machen zwar andere Zeitungen auch, aber mit einem viel geringeren Anteil an der Gesamtauflage.

Ein Fächer von Exemplaren der Tageswoche.

Bildlegende: Fast die Hälfte der beglaubigten Abonnements der Tageswoche werden an zwei Flughäfen verkauft und liegen dort auf. SRF

Der Sachverhalt wird von der Sendung «Report» von Telebasel publik gemacht und vom Geschäftsführer der AG für Werbe-Medien-Forschung WEMF, Marco Bernasconi, bestätigt. Rund 11'000 Exemplare der TagesWoche gingen an die Flughäfen Basel-Mulhouse und Zürich. Das ist rund die Hälfte der 22'639 Abonnements bei einer beglaubigten Auflage von rund 26'500 Exemplaren.

Bernasconi erklärt im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF, es sei für die WEMF als Kontrollorgan der Werbewirtschaft reglementskonform, dass die TagesWoche so viele ihrer Abonnements an die Flughäfen liefert. An den beglaubigten Auflagezahlen ändere dies nichts. Das Medium entscheide selber über sein Profil und Zielsetzung.

Ziel der TagesWoche sei es, möglichst bekannt zu werden und die Abonnement-Zahlen zu steigern. Das sagt der Chefredaktor der gedruckten Ausgabe, Remo Leupin, zur Begründung dieser Flughafen-Abo-Praxis des Verlags. Schliesslich würden die Abonnements ja bezahlt und die ausgelieferten Exemplare gelesen.

Viel geringeres Ausmass bei anderen Zeitungen

Leupin verweist ausserdem auf die anderen Zeitungen der Region, die ebenfalls Abonnements an die Flughäfen liefern würden. Erkundigungen des Regionaljournals bei diesen Zeitungen zeigen allerdings, dass dort der Anteil der Flughafen-Abos deutlich geringer ist.

Die Basellandschaftliche Zeitung mit beglaubigten rund 19'000 Abos liefert laut bz-Chefredaktor Matthias Zehnder etwa 600 Exemplare an den Flughafen Basel aus, wie Zehnder am Samstag gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF präzisierte. Die Basler Zeitung legt gemäss Angaben von Sprecher Roger Berger rund 1'400 Exemplare an den Flughäfen Basel und Zürich auf.