Grösste BL Lehrergewerkschaft greift in Regierungswahlkampf ein

Vier Wochen vor dem Wahltermin für eine neue Baselbieter Regierung greift die grösste Bildungs-Gewerkschaft, der Lehrerinnen- und Lehrerverein LVB in den Wahlkampf ein. In einer breit gestreuten Medienmitteilung macht er aufmerksam auf eine Umfrage bei den Kandidierenden für die Regierung.

Lehrerin an der Wandtafel.

Bildlegende: Welcher oder welche Kandidierende die Lehrerschaft am besten vertritt, sagt der Lehrerinnen-Verein nicht (Symbolbild). Colourbox

Diese Umfrage beantwortet haben drei der vier neu für die Regierung Kandidierenden: Matthias Imhof (BDP), Daniel Münger und Regula Nebiker (beide SP). Aus deren Antworten leitet der LVB aber keine Wahlempfehlung ab. LVB-Geschäftsführer Michael Weiss begründet dies mit der parteipolitisch heterogenen Zusammensetzung der Lehrerschaft.

Schade findet Weiss, dass Monica Gschwind (FDP) als einzige der neuen Kandidierenden - auch auf Nachfrage hin - keine Antworten auf die Fragen des Verbands geben wollte. Monica Gschwind zielt im Wahlkampf direkt auf das Thema Bildung und will im Bildungswesen auch den Sparhebel ansetzen.

Wahlhilfe im Netz - ohne Empfehlung

Weiss betont, der LVB suche die breite Öffentlichkeit nicht nur wegen der Umfrage, deren Ergebnisse schon seit Ende Dezember auf der Homepage einsehbar sind. Der Verein vermisse eine inhaltliche Auseinandersetzung, was sich in der Bildung verbessern solle. Vor allem wolle der Verein, dass wieder mehr Ruhe im Bildungswesen einkehre und man den Lehrerinnen und Lehrern mehr Kompetenz gebe für ihre Arbeit.

Um zu beurteilen, wer von den Kandidierenden das am besten leiste, könne man sich nun auch bei der LVB-Umfrage im Internet ein eigenes Bild machen - und ohne, dass der Verein eine Empfehlung abgebe.