Gute Zeiten für BVB-Schwarzfahrer

Bei den Basler Verkehrsbetrieben gab es letztes Jahr nur halb so viele Billetkontrollen wie vor zehn Jahren. Dies, obwohl die Zahl der beförderten Fahrgäste in dieser Zeit um 15 Millionen Personen zugenommen hat. Als Grund für die selteneren Kontrollen geben die BVB personelle Engpässe an.

Screen eones BVB-Automaten.

Bildlegende: Wer letztes Jahr kein BVB-Billet löste, riskierte nicht allzuviel. BVB

Die Zahlen im Geschäftsbericht der Basler Verkehrsbetriebe sind eindeutig: Wurde 2003 durchschnittlich jeder hundertste Fahrgast kontrolliert, so war es 2013 nur noch jeder zweihundertste. Das bedeutet, dass sich für Schwarzfahrer das Risiko, erwischt zu werden, halbiert hat.

Für BVB-Mediensprecherin Jelena Dobrivojevic handelt es sich bei diesen Zahlen allerdings nur um eine Momentaufnahme und nicht um eine allgemeine Tendenz: «2012 haben wir zum Beispiel mehr kontrolliert, als 2013.» Im Verhältnis zur Zahl der beförderten Fahrgäste wurden aber auch 2012 massiv weniger Kontrollen durchgeführt als im Jahr 2003.

Personelle Engpässe

Dass vor allem letztes Jahr so wenig kontrolliert wurde, habe mit personellen Engpässen zu tun, sagt Jelena Dobrivojevic gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: « Bei einer Grippewelle hat der Fahrbetrieb Priorität. Viele unserer Kontrolleure sind ausgebildete Chauffeure, die dann in den Fahrdienst wechseln.»