Gutes Wahlresultat für die Präsidentin, schlechtes für den Vize

Der Basler Grosse Rat wählt SP-Politikerin Dominique König mit 82 von 94 gültigen Stimmen zu seiner Präsidentin. Statthalter wird mit einem sehr schlechten Resultat SVP-Grossrat Joël Thüring.

Dominique König und Joël Thüring posieren mit Blumen im Grossratssaal.

Bildlegende: Dominique König schaffte die Wahl zur Präsidentin problemlos, Vize-Präsident Joël Thüring bekam aber einen Denkzettel. Keystone

SP-Frau Dominique König wird dem Basler Kantons-Parlament ab Februar während zwölf Monaten vorstehen. Der Grosse Rat wählte sie am Mittwochmorgen zu seiner neuen Präsidentin, mit 82 von 94 gültigen Stimmen. Sie ist die Nachfolgerin von Elisabeth Ackermann (Grüne).

Die 58-jährige Musikpädagogin ist seit elf Jahren Mitglied des Parlaments und präsidiert die SP-Frauen Basel-Stadt.

Vize-Präsident nur schlecht gewählt

Deutlich schlechter als die Grossratspräsidentin wurde der Statthalter, also der Vize-Präsident gewählt: Der 32-jährige SVP-Grossrat Joël Thüring bekam lediglich 54 von 95 Stimmen. Das schlechte Resultat ist die Folge der «Steueraffäre» Thüring: Im Sommer war bekannt geworden, dass Thüring seine Militärpflichtersatzsteuer nicht bezahlte.

Thüring sagte nach der Wahl zum Vize-Präsidenten, dass er mit einem Resultat in dieser Grössenordnung gerechnet habe: «Mir fällt ein Stein vom Herzen und ich bin froh, dass es nun geklappt hat mit der Wahl.»

Thüring gehört dem Parlament seit 2013 an. Zuvor war er 2005 bis 2006 bereits einmal Mitglied des Grossen Rates.