Häftling erschiesst sich nach Fluchtversuch mit Polizeiwaffe

Auf dem Rückweg von einem Spitalaufenthalt ist einem Häftling in Basel die Flucht gelungen. Als ihn die Polizei wenig später stellte, kam es zu einem Handgemenge – mit tödlichem Ausgang.

Ein Häftling des Basler Untersuchungsgefängnisses Waaghof hat sich nach einem Fluchtversuch das Leben genommen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der 22jährige Deutsche am Vormittag in die Notfallstation gebracht worden. Dort sei dem Mann nach der Behandlung die Flucht gelungen, sagte ein Sprecher der Behörde zu SRF. Ein Polizist nahm die Verfolgung auf und stellte den Mann wenig später. Dabei sei es zu einem Gerangel gekommen, so die Staatsanwaltschaft. Der Häftling sei aus bisher noch ungeklärter Ursache an die Dienstwaffe des Polizisten gelangt und habe sich damit das Leben genommen.

Wie kam der Mann an die Waffe?

Weshalb der Mann in Untersuchungshaft war, ob er bereits vorher Suizidabsichten äusserte und warum er behandelt wurde, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht. Er verwies auf laufende Verfahren. Untersucht werde zudem, wieso der Häftling dem Polizisten die Waffe aus dem Holster reissen konnte. Die Halterung ist eigentlich mit einer Spezialsicherung versehen – die verhindern soll, dass Fremde an die Dienstwaffen der Beamten kommen.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sprach von «Glück», dass bei dem Vorfall weder der Polizist noch unbeteiligte Dritte verletzt wurden. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.