Untersuchung Häftling in Muttenz starb an Überdosis

Im Januar verstarb im Gefängnis von Muttenz ein 27jähriger Untersuchungsgefangene unter ungeklärten Umständen. Untersuchungen zeigen nun: der Mann verstarb an einer Überdosis Morphin. Wie er an dieses Morphin gelangen konnte, ist allerdings weiter nicht klar.

Die Öffnung in einem Gefängnis

Bildlegende: Beim Todesfall im Gefängnis Muttenz gibt es neue Erkenntnisse (Symbolbild). Foto SRF

Die Staatsanwaltschaft leitet in diesem Fall eine Strafuntersuchung ein. Sie richtet sich gegen Unbekannt. Wie die Staatsanwaltschaft schrieb, würde feststehen, dass der Häftling zwar mit Medikamenten behandelt worden war, Morphin sei aber nicht darunter gewesen. Wie er zu diesem Morphin gelangte, ist Gegenstand der Untersuchung.

Unklare Todesursache

Der Mann befand sich im sogenannten offenen Strafvollzug, warum, ist allerdings nicht bekannt. Der rumänische Staatsbürger war am 21. Januar tot im Bett seiner Zelle aufgefunden worden. Weil die Todesursache unklar war, nahm das Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel die Obduktion der Leiche vor.

Wie die Staatsanwaltschaft auch bekannt gab, habe der Fall nichts zu tun mit einem zweiten Todesfall im Gefängnis Muttenz. Ein zweiter Häftling, ebenfalls Rumäne, war dort am 4. Februar verstorben. Er habe sich gemäss Stawa erhängt.