Handballer des RTV Basel steigen in die Nationalliga A auf

Die Handballer des RTV Basel steigen dank einem Sieg gegen Birsfelden in die Nationalliga A auf. Gleichzeitig verabschieden sie ihren Stammgoalie, Pascal Stauber.

Goalie Pascal Stauber im Einsatz

Bildlegende: RTV Goalie Pascal Stauber verabschiedet sich nach dem Aufstieg seiner Mannschaft. zVg

Nach zwei Jahren in der Nationalliga B hat der Handballklub RTV Basel – dank dem klaren 33:20 Sieg gegen den TV Birsfelden - den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse geschafft. Die Entscheidung war praktisch nach einer knappen Viertelstunde bereits gefallen, als der RTV schon 8:1 führte. Der TV Birsfelden hatte keine Siegeschance, darf aber stolz darauf sein, den Ligaerhalt geschafft zu haben. Vor einigen Monaten schien dieses Ziel in weite Ferne gerückt zu sein.

Der Weg für den Aufstieg war bald frei

Somit war an diesem frühen Samstagabend der Weg frühzeitig frei für die Aufstiegs-Festivitäten und die Verabschiedung von Stammtorhüter Pascal Stauber. Bei seiner Auswechslung fünf Minuten vor Schluss erhielt der RTV-Hüter eine Standing-Ovation der 1500 Zuschauer. Als «Hommage» an einen markanten Sportler, der 116 Mal in der Schweizer Nationalmannschaft stand und über 500 Spiele in der NL A bestritt. Dank seiner Ausstrahlung und seiner Verbundenheit zum Verein und zur Stadt Basel ist sein Abschied durchaus mit dem Rücktritt von Marco Streller beim FCB zu vergleichen. Dies kam auch nach der Partie zum Ausdruck, als ihn der Basler Erziehungsdirektor, Christoph Eymann und der ehemalige Regierungsrat und heutige Präsident von Swiss Olympic, Jörg Schild, in launigen Worten würdigten.

Gute Mischung im Team

RTV-Präsident Alex Ebi sieht die Gründe für den Aufstiegin der guten Mischung im Team mit jungen und älteren Spielern. «Wichtig war aber bestimmt auch, dass dieses Team zwei Jahre lang zusammenblieb.» Mit Kummer denkt er an den Saisonanfang zurück. «Da verloren wir Spiele gegen Abstiegskandidaten. Wir steckten aber nicht auf und steigerten uns von Spiel zu Spiel.» Ebi ist sich bewusst: «Die Würde (des Aufstiegs) bringt die Bürde (der neuen Herausforderung).» Der RTV wird auch in Zukunft keine finanziellen Risiken eingehen. «Unsere Philosophie steht vor dem Geld», lautet das «Credo» von Ebi. «Wir wollen Spieler verpflichten aus der Region, dann aus der weiteren Schweiz und erst als letztes aus dem Ausland. Wir wollen die Verbundenheit des Handballs mit unserer Region dokumentieren.» Ebi weiss auch, dass Pascal Staubers Abgang eine enorme Herausforderung ist. «Pasci – wie er ihn nennt – ist als Sportler zu ersetzen, aber niemals als Motor der Mannschaft und als Mensch.«

Mit welchen Zielsetzungen schlägt Alex Ebi das neue RTV-Kapitel auf? »Wenn sich jeder für den anderen einsetzt, wenn der RTV Teamspirit zeigt, bin ich zuversichtlich. Aber unsere Philosophie steht vor allem. Und da müssten wir unter Umständen – auch wenn es schwer fallen würde – eben wieder einen Abstieg in Kauf nehmen.»