Hauptzollamt Lörrach muss wachsenden Grenzverkehr bewältigen

Neben der zunehmenden Zahl an Schmuggel-Waren beschäftigt die Zollbeamten in Deutschland der wachsende Einkaufstourismus. Dieser hat im vergangenen Jahr massiv zugenommen.

Ein Zöllner kontrolliert Autofahrer, dahinter bildet sich eine Autokollone.

Bildlegende: Kontrolle am Grenzübergang Weil am Rhein. Keystone

Gefälschte Jeanshosen, billige Markenturnschuhe, unerlaubte Dopingmittel, Rauschgift und Drogen, exotische Tiere und nicht zugelassener Wasserpfeifentabak – die Palette geschmuggelter Waren ist gross. All das haben die Mitarbeiter des Lörracher Hauptzollamtes im vergangenen Jahr gefunden. Rund 1000 Mitarbeiter sind von der Ortenau über Freiburg bis nach Weil am Rhein und Rheinfelden beschäftigt. Doch neben den geschmuggelten Waren halten vor allem die angemeldeten Waren die Beamten auf Trab, der Schweizer Einkaufstourismus hat im vergangenen Jahr nochmals zugenommen.

Einkaufstourismus nimmt weiter zu

Mehr als 5 Millionen Kassenzettel wurden im vergangenen Jahr abgestempelt. Die Zöllner von Rheinfelden, Grenzach-Wyhlen, Lörrach und Weil am Rhein bestätigten so den Einkauf von Schweizer Kunden, für den sie später dann wieder die Mehrwertsteuer zurückerstattet bekommen. Eine Arbeit wie am Fliessband, beschreibt es Zolloberamtsrat Ralf Schemenauer.

Die Zahl der Ausfuhrbescheinigungen nimmt auch in diesem Jahr weiter zu. Bis zu 6 Millionen Abfertigungen werden bis Ende Jahr erwartet. Mittlerweile werden sogar Sondershoppingfahrten in Deutschland angeboten. Bis nach Karlsruhe fahren einzelne, um günstig einkaufen zu gehen.

Auch der Verkehr an den Grenzübergängen nimmt stetig zu

Doch nicht nur der Einkaufstourismus hat zugenommen, auch der Verkehr an den Autobahngrenzübergängen. Die Zahl der abgefertigten Lastwagen stieg im vergangenen Jahr in Rheinfelden und Weil am Rhein auf 1,5 Millionen an – das sind fast 200.000 mehr als im Vorjahr.

Dafür gab es aber weniger Bargeldschmuggel aus der Schweiz nach Deutschland. 5,6 Millionen Euro hatten Reisende dabei, mancher versteckte sein Geld unter der Fussmatte, der andere trug es in der Hemdtasche bei sich - die Zahl der Fälle ist jedoch um die Hälfte gesunken.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)