Heftiger Konflikt unter Basler Taxifahrern

Unter Basler Taxifahrern schwelt ein heftiger Konflikt. Die freien Taxifahrer verdrängen Fahrer von Taxi-Zentralen vom attraktiven Standplatz vor dem Bahnhof. Diese wiederum werfen den «Wilden» schlechte Qualität vor.

Taxischlange

Bildlegende: Basler Taxifahrer wehren sich Juri Weiss

Im Zentrum des Streits steht der attraktive Standplatz vor dem Basler Bahnhof. Dieser wird von den freien Taxifahrern, auch «Wilde» oder «Einsteiger-Taxi» genannt, beherrscht. Fahrer, welche einer grossen Zentrale angeschlossen sind, sind hier nicht willkommen.

Diese wiederum, die sogenannten Bestell-Taxis einer Zentrale, werfen den «Wilden» mangelnde Qualität vor. Sie seien verantwortlich für den schlechten Ruf der Basler Taxi-Branche. Beide Seiten gehen sich deshalb meist aus dem Weg.

Das neue Taxi-Gesetz soll für Ruhe sorgen

Das neue Taxi-Gesetz hat zum Ziel, die Arbeitsqualität der Basler Taxifahrer zu verbessern. Unter anderem soll die Zahl der Fahrer mit einer Lizenz beschränkt werden. Diese Massnahme reicht dem Verband der Taxifahrer aber nicht, wie Kurt Schaufelberger vom Verband gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF erklärt. Er fordert, dass alle Taxifahrer einer Zentrale angeschlossen sein müssten. Nur so sei die Qualität im Taxiwesen gewährleistet.

Das Gesetz war bis Ende September in der Vernehmlassung. Darin wurde es allerdings von allen Seiten heftig kritisiert. Den bürgerlichen Parteien gehen die Regulierungen zu weit. Linke Parteien wiederum fordern Mindestlöhne für Taxifahrer.