Helmut Benthaus: der Vater der FCB-Euphorie ist 80

Mit ihm begann Mitte der Sechziger Jahre in Basel die grosse Fussball-Euphorie: Helmut Benthaus, ab 1965 Spieler-Trainer und ab 1971 ausschliesslich Trainer des FC Basel. Dieses Jahr feiert er seinen 80. Geburtstag. Ein langes Leben, das vor allem im Zeichen des Fussball standen, aber nicht nur.

Gigi Oeri umarmt Helmut Benthaus

Bildlegende: Sie sind mit dem FC Basel verbunden: Ex-Trainer Helmut Benthaus und die frühere Präsidentin Gigi Oeri. Keystone

Fussball habe er schon als kleiner Junge in Deutschland gespielt, während des Zweiten Weltkrieges. Das erzählt Helmut Benthaus auf der Veranda seines Hauses in Riehen: «Ich bin hinter allem her gerannt, was rund war und sich bewegen liess.» Seine Berufswahl, Fussballspieler, überraschte deshalb wenig. Allerdings absolviert er «zur Sicherheit» noch ein Philologie-Studium.

«  Die drei Cupfinal-Niederlagen gegen den FC Zürich sind heute noch ein `Dorn im Füdli`. »

Helmut Benthaus
Ex-Trainer FC Basel

Vom Erfolgsclub 1. FC Köln kam er 1965 nach Basel. Hier konnte er Spielertrainer werden, was in der Bundesliga verboten war. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten stellten sich bald die grossen Erfolge ein – und die grosse Euphorie. Der Club zog vom intimen Landhof ins grössere St.Jakob-Stadion.

Fünf Meisterschaften und zwei Cupsiege, darunter das erste «Double» (Meisterschaft und Cupsieg) des FC Basel im 1967, gewann Helmut Benthaus mit dem FCB zwischen 1967 und 1975. Allerdings gab es auch drei verlorene Cupfinal-Spiele gegen den FC Zürich. «Diese drei Niederlagen sind für mich heute noch nach all den Jahren ein `Dorn im Füdli`», schmunzelt Benthaus.

Basel treu geblieben

Später wechselte er als Trainer in die Bundesliga, zum VfB Stuttgart, den er ebenfalls zum Meister machte. Dann kehrte er nach Basel zurück und übernahm den FCB erneut – der Erfolg blieb diesmal aber aus. Der Stadt Basel ist Benthaus seither dennoch treu geblieben – wohl auch über seinen 80. Geburtstag hinaus.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)