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Hilfe vor Ort Basler Verein kocht für obdachlose Flüchtlinge in Paris

Der Verein «Rastplatz» zieht mit seiner mobilen Küche dorthin, wo Menschen am Dringendsten eine warme Mahlzeit brauchen.

Helferinnen bei der Essensausgabe
Legende: Der Verein«Rastplatz» kocht für obdachlose Flüchtlinge. ZVG

Während viele die Feiertage im Kreise der Familie verbringen oder in die Skiferien verreisen, nutzt eine Gruppe Baslerinnen und Basler die Weihnachtszeit anders. Am 23. Dezember sind einige Mitglieder des Vereins «Rastplatz» nach Paris gefahren, um dort für obdachlose Flüchtlinge zu kochen. «Die Idee unserer Gruppe ist, dass wir immer dorthin fahren, wo unsere Hilfe am Nötigsten ist», sagt Asaël Heizmann vom Verein «Rastplatz».

Begonnen hat ihr Engagement im Jahr 2015, als die Bilder der Menschen um die Welt gingen, die auf ihrer Flucht nach Europa in Griechenland und dem Balkan gestrandet waren. Nach einem ersten Einsatz in Osteuropa zogen die Basler Helfer mit ihrer mobilen Küche weiter in ein Flüchtlingscamp in Dunkerque bei Calais in Nordfrankreich, seit letztem Winter sind sie aber vorwiegend in Paris aktiv.

2000 bis 3000 obdachlose Flüchtlinge

In der französischen Hauptstadt lebten derzeit mehrere Tausend Flüchtlinge, sagt Heizmann, die meisten davon in Wohnungen oder Unterkünften. Rund 2000 bis 3000 seien dagegen durch das Raster gefallen und lebten auf der Strasse. «Diesen Menschen wollen wir warme Mahlzeiten ermöglichen», sagt Heizmann. Ihr Lohn sei die Dankbarkeit der Menschen.

Gleichwohl würden sich die Mitglieder des Vereins immer wieder hinterfragen, ob ihre Arbeit wirklich etwas bringt oder ob sie nicht noch mehr tun könnten. Auch Heizmann kennt diese Gedanken. «Ich persönlich habe aber in der Arbeit immer wieder Momente, in denen ich realisiere, da hat jetzt jemand Hunger und ich kann ihm eine warme Mahlzeit bieten und dann macht das für mich Sinn.»

Der Verein «Rastplatz» finanziert sich durch Spenden. Solange diese nicht ausgehen, würden sie sicher weitermachen, sagt Heizmann, und mit ihrer mobilen Küche dorthin ziehen, wo es sie am Dringendsten brauche.

(Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr)

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