Hilft Deutschland bei der Entlastung der Basler Verkehrsprobleme?

Die Regierungen beider Basel haben heute den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, in Sissach begrüsst. Ein Thema zwischen den drei Regierungsvertretern war der Verkehr: die Überlastung und der Stau in der Region Basel.

Drei Männer reden miteinander, haben alle Orangensaft in der Hand

Bildlegende: Drei grüne Politiker vertieft ins Gespräch: Isaac Reber und Guy Morin mit Winfried Kretschmann. SRF

Die Verkehrssituation in der Region Basel erhitzt die Gemüter. Stau zur «rush hour» ist Alltag, egal ob in der Stadt oder auf der Autobahn. Aus diesem Grund diskutieren der Bund und die Kantone beider Basel über den Ausbau der Osttangente. Ein teures und umstrittenes Projekt.

Eine andere Lösung wäre, den Nord-Süd Durchgangsverkehr über Deutschland zu führen. Konkret: über die Autobahn A98, welche seit knapp vier Jahren fertig gebaut ist. Doch so einfach ist die Lösung nicht, denn zwischen der Schweiz und Deutschland besteht ein Abkommen, welches Massnahmen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs über Deutschland untersagt.

Bereitschaft zum Reden ist vorhanden

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, ist bereit über diesen Abkommen zu sprechen: «Es gibt Bereitschaft über alles zu reden», sagt Kretschmann gegenüber dem «Regionaljournal Basel».

Sehr überzeugt hört sich diese Äusserung aber nicht an, denn genau wie die Schweiz, will auch Deutschland keinen Transitverkehr auf seinen Strassen. Kretschmann ergänzt ausserdem, dass die Zollübergänge bei der A98 nicht für die Abwicklung des Transitverkehrs ausgelegt seien. Doch diese den gestellten Anforderungen anzupassen, ist kaum der Grund weshalb der Verkehr nicht über die A98 rollt. Der Grund ist wohl vielmehr, dass auch Baden-Württemberg den Verkehr nicht bei sich haben will.

Regionaljournal Basel, 12.03 Uhr