Katharinenkirche Hinter dem Putz bröckelt in Laufen das Holz

Die barocke Katharinenkirche in Laufen wird saniert. Noch fehlt rund ein Viertel der benötigten 1,2 Millionen Franken.

Damit die Kirchgänger in der Katharinenkirche schön warm haben, werden die Bankreihen heute von unten beheizt. «Die Heizung ist jedoch so heiss, dass die Schuhsohlen der Leute an der Heizung kleben bleiben», erzählt Martin Plattner, der beauftragte Architekt der Kirchensanierung.

Die veraltete Heizung soll während der Sanierung des barocken Kirchenschiffs durch eine moderne Heizung ersetzt werden. Auch die Wände der Kirche bekommen einen neuen Glanz, «die Restauratoren putzen die Wände mit speziellen Schwämmen». Die barocke Stuckatur soll wieder hervorgehoben werden.

«  Die morschen Dachbalken werden in den Händen zu Holzmehl »

Martin Plattner
Architekt Sanierung

Das eigentliche Problem liegt aber ein Stockwerk höher, im Dach der Kirche. Die Fusspunkte der Dachbalken sind derart morsch, dass das alte Holz in den Händen zergeht. «Schädlinge und die Feuchtigkeit haben dem Holz während den Jahrhunderten zugesetzt», sagt Plattner. Vor allem die eingemauerten Balken seien nicht mehr tragfähig. Diese stammten noch aus der Erbauungszeit der Katharinenkirche im 17. Jahrhundert und sind in einem entsprechend schlechten Zustand.

Für 600'000 Franken wird nun das Dachgeschoss renoviert. Das benötigte Geld fehlte der kleinen Kirchgemeinde zunächst. Durch einen Beitrag des Swisslosfonds konnten schliesslich rund 350'000 Franken gedeckt werden. «Dazu kamen unzählige Spenden von Privaten, Institutionen, Gemeinden, Stiftungen, Kirchgemeinden und Firmen», sagt Christina Hatebur, sie vertritt das Projekt gegen aussen.

Drei Viertel finanziert

Doch die Katharinenkirche ist weiterhin auf die Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Die anstehende Instandsetzung des eigentlichen Kirchenschiffs kostet nämlich nochmals 600'000 Franken. 200'000 Franken habe die eidgenössische Denkmalpflege gesprochen, dazu kämen ein Restbetrag des Swisslosfonds und weitere Spenden. Rund 300'000 Franken seien noch ungedeckt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die beiden Etappen auf rund 1,2 Millionen Franken.

Hatebur ist jedoch zuversichtlich, dass das Geld bis zu Beginn der zweiten Bauetappe im Februar 2018 zusammenkommt. Noch während den Sanierungsarbeiten sollen in der Kirche wieder Konzerte stattfinden, die Kirche ist für ihre gute Akustik bekannt. Im Mai möchte die Katharinenkirche dann wieder vollständig öffnen.

Regionaljournal Basel, 06.30 Uhr