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Hohe Sicherheitskosten Unmut bei der Israelitischen Gemeinde Basel

170 Mitglieder der Gemeinde trafen sich am Dienstagabend. Ein Entscheid zu den Sicherheitskosten wurde jedoch vertagt.

Der Aufmarsch im Saal neben der Basler Synagoge war gross. An der Gemeindeversammlung der Israelitischen Gemeinde Basel IGB war die Rechnung des vergangenen Jahres traktandiert. Um dieses Thema entbrannte dann eine emotionale Debatte.

Grund dafür waren die Kosten für die Sicherheit, die sich auf rund 800'000 Franken belaufen. Im Dezember hatte der Basler Grosse Rat abgelehnt, dass der Kanton diese Kosten übernimmt.

Dass der Kanton nicht für die Sicherheitskosten aufkommen will, sorgte für Unmut unter den Gemeindemitgliedern. Sie hoffen statt auf den Kanton nun auf den Bund. Im Herbst habe der Bundesrat nämlich anerkannt, dass der Staat für die Sicherheit der Juden in der Schweiz Verantwortung trage.

«Ich gehe davon aus, dass Lösungen und Möglichkeiten aufzeigt werden, wie der Bund hier etwas machen kann», sagte Jonathan Kreutner, Generalsekretär beim Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund, der am Dienstagabend zu Gast bei der IGB war.

Bei den Sicherheitskosten muss die Gemeinde nochmals über die Bücher. Die Mitglieder vertagten den Entscheid dazu. Sie gaben dem Vorstand den Auftrag, neue Vorschläge ausarbeiten. Also ob der Aufwand für die Sicherheitsmassnahmen rund um die Synagoge heruntergefahren wird oder ob Angebote der Gemeinde abgebaut werden.

Synagoge von aussen
Legende: Die Synagoge in Basel wird speziell bewacht. M.Strīķis, wikimedia CC Commons , Link öffnet in einem neuen Fenster

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