«Holzpark» statt Fussballfelder beim Klybeckhafen

Die Basler Regierung will das ehemalige Migrol-Areals beim Hafen Klybeck nicht durch neue Fussballfelder zwischennutzen. Dafür soll dort der «Holzpark Klybeck» entstehen, ein Zwischennutzungsprojekt des Vereins Shift Mode. Die Besetzer des so genannten Wagenplatzes werden geduldet.

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Ex Migrol-Areal wird zwischengenutzt

2:00 min, aus Schweiz aktuell vom 15.4.2014

Schon Anfang Mai beginnt die Zwischennutzung des Vereins Shift Mode. Die Basler Regierung hat ihn aus vier Bewerbern ausgewählt. Sein Projekt «Holzpark Klybeck» wird so beschrieben: «Die Projektidee will individuelle, kreative Ideen und verschiedene Akteure in einem offenen Gestaltungsraum zusammenführen und einen gemeinsamen Prozess zur Belebung des Areals anstossen».

Die Zwischennutzung dauert maximal fünf Jahre. Der Verein Shift Mode geht davon aus, dass im ersten Jahr vor allem gebaut und Anlagen installiert werden. Es ist schön, ein weisses Blatt zu bemalen.

Bekannte Zwischennutzer

Hinter dem Verein Shift Mode stehen Tom Brunner, Katja Reichenstein und Kurt Schuwey, die zum Teil auch schon für die Bespielung des Innenhofes des Kunstmuseums Basel verantwortlich zeichneten. Der Verein freut sich auf die kommende Aufgabe: «Es ist schön, ein weisses Blatt zu bemalen», sagt Katja Reichenstein gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Mit der Wahl der Projektidee «Holzpark Klybeck» nimmt die Basler Regierung Abstand von Ideen, im Klybeck-Quartier zwei neue Fussballfelder einzurichten. Die Ideen wurden durch eine Indiskretion bekannt und stiessen umgehend auf Widerstand.

Keine Räumung

Vorerst wird auch die Besetzung eines Teils des Geländes toleriert. Im Communiqué der Regierung heisst es wörtlich: «Die Besetzer des so genannten Wagenplatzes werden neben der Zwischennutzung auf einer begrenzten Fläche vorläufig geduldet, sofern keine wesentlichen Beschwerden eingehen und keine Störungen entstehen». Der Verein Shift Mode ist bereit, mit den Wagenleuten zusammen zu arbeiten: «Wir werden sie anfragen, ob sie eingebunden werden wollen», sagt Reichenstein und hängt an: «Wir hoffen, dass sie genauso offen für die neuen Nachbarn sind wie wir.»