Im Baselbiet kommt es zum zweiten Wahlgang

Im Kanton Baselland gibt es im ersten Wahlgang zur Regierungswahl keine Entscheidung. Eric Nussbaumer und Thomas Weber lieferten sich ein Kopf an Kopf Rennen.

Regierungsgebäude in Liestal

Bildlegende: Um den Einzug ins Regierungsgebäude dürfte ein zweiter Wahlgang entscheiden müssen.. Paul Menz

SP-Kandidat Eric Nussbaumer lag zuletzt rund 300 Stimmen vor SVP-Kandidat Thomas Weber. Nussbaumer brachte die Bezirke Arlesheim und Liestal hinter sich, Weber lag in den anderen drei Bezirken vorne. Das absolute Mehr verfehlten beide Kandidaten deutlich. Erwartungsgemäss weit abgeschlagen landete der Grünliberale Gerhard Schafroth auf dem dritten Platz.

Kopf an Kopf Rennen mit zwei moralischen Siegern

Dass es eng werden würde, hatte sich bereits nach Vorliegen der ersten Gemeinde-Resultate abgezeichnet. Entgegen den Erwartungen konnte SP-Kandidat Eric Nussbaumer in den Agglomerations-Gemeinden im Unterbaselbiet  seinen SVP-Konkurrenten nicht entscheidend distanzieren. So machte er zum Beispiel in der grössten Gemeinde, Reinach, nur wenige Stimmen mehr als Weber. Über die ganze Zeit der Stimmauszählung am Sonntag Nachmittag blieben die beiden Kandidaten immer dicht hintereinander.

Sowohl Eric Nussbaumer wie auch Thomas Weber sehen sich als Gewinner dieser Wahl: Der SP-Kandidat macht geltend, dass er als Herausforderer angetreten sei und weit über das rot-grüne Wählerpotential hinaus Stimmen gemacht habe. Thomas Weber seinerseits konnte für sich verbuchen, dass er sich im Januar als unbekannter Kandidat gegen den SP-Nationalrat habe aufstellen lassen, diesen Rückstand jedoch bis zur Wahl wettgemacht habe. Beide geben sich deshalb im Hinblick auf den zweiten Wahlgang zuversichtlich.

Zweiter Wahlgang wird eventuell vorverlegt

Dieser zweite Wahlgang war ursprünglich für den 21. April vorgesehen. Da es wegen dem unerwarteten Tod von Peter Zwick bereits am 12. Mai wieder zu einer Ersatzwahl kommt, wird der zweite Wahlgang der heutigen Wahl eventuell vorverschoben. Nach Auskunft von Landschreiber Alex Ackermann haben schon heute diesbezüglich erste Gespräche stattgefunden.