Im Baselbiet leidet die Landwirtschaft unter der Hitze

Kommt nicht bald der ausgiebige Regen, könnte das viele Bauern im Baselbiet in Schwierigkeiten bringen. Jetzt schon müssen viele Landwirte mit Einbussen rechnen. Das Landwirtschaftliche Zentrum Ebenrain rät den Bauern Strategien, um Wetterkapriolen zu trotzen.

Blich auf ein Feld mit verdörrtem Gras.

Bildlegende: Wassermangel in der Landwirtschaft Keystone

Viele Bauern müssten bereits heute mit Ertragseinbussen rechnen, meint Stefan Weber vom Landwirtschaftlichen Zentrum Ebenrain in Sissach. Der Mais sei nur halb so gross, wie er sein sollte und das Weidegras wachse seit vier Wochen nicht mehr. Auch Gemüsebauern müssten mit kleineren Ernten rechnen.

Mit solchen Wetterkapriolen müssten die Landwirte in Zukunft vermehrt rechnen, vermutet Stefan Weber, und rät deshalb zu verschiedenen Strategien, die er im Landwirtschaftlichen Zentrum entwickelt hat.

Die erste heisse «Diversifizierung». Das heisst, die Bauern sollten auf mehrere Ertragsquellen setzen. Schon die Grossväter hätten dazu geraten und gesagt, es gehe nie alles kaputt, irgendetwas bleibe immer übrig.

«  Unsere Grossväter sagten schon, alles geht nie kaputt.  »

Stefan Weber
Landwirtschaftliches Zentrum Ebenrain

Wer allerdings nur auf einen Zweig setze, der müsse sich rüsten. Zum Beispiel mit grossen Wasserbecken, in denen das ganze Jahr über Regenwasser gesammelt wird. In trockenen Zeiten kann das Sammelwasser dann zur Bewässerung genutzt werden. Wobei die Bewässerungsanlagen dann so ausgerichtet sein müssen, dass sie nahe bei jeder einzelnen Pflanze Wasser in Tropfen abgeben, also nicht grossflächig bewässern.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)