In Basel-Stadt steigt Sozialhilfequote

In Basel lebten im 2012 wieder mehr Menschen von der Sozialhilfe. Die Quote ist in den letzten zwei Jahren wieder gestiegen, nachdem die Kurve in den Jahren vorher nach unten gezeigt hatte.

Eingangsbereich der Sozialhilfe Basel-Stadt

Bildlegende: Deutlich mehr Menschen suchten in Basel die Sozialhilfe auf. Juri Weiss

Verschiedene Schweizer Städte haben am Dienstag ihre Sozialhilfezahlen publik gemacht. In mehreren Städten, unter anderem in Basel, haben im letzten Jahr wieder mehr Menschen Sozialhilfe bezogen. Damit steigen die Sozialhilfezahlen in Basel im zweiten Jahr hintereinander, nachdem die Zahl der Sozialhilfebezüger in den Jahren vorher stetig gesunken war. Insgesamt bezogen im Jahr 2012 rund 11'500 Personen oder 7.1% der Basler Bevölkerung Geld bei der Sozialhilfe.

Einfache Jobs sind rarer

Einen Grund für den Anstieg sieht Nicole Wagner, die Leiterin der Basler Sozialhilfe, darin, dass viele einfache Jobs mittlerweile weggefallen seien. «Viele niederschwellige Arbeitsplätze sind wegrationalisiert worden», sagt sie. «Wir bräuchten dringend wieder Unternehmen, die Arbeitsplätze anbieten für Menschen ohne spezielle Ausbildung.»

Daneben sei Basel als Stadt auch für Menschen mit kleinem Portemonnaie immer noch vergleichsweise attraktiv: «In Basel gibt es Wohnungen, die noch zahlbar sind - gerade im Vergleich etwa mit Zürich, wo Wohnraum sehr teuer ist», sagt die Leiterin der Basler Sozialhilfe. «In Basel leben daher generell schon mehr Personen mit niederen Einkommen.»