In Basel wird getanzt

Am Mittwoch beginnen die zeitgenössischen Schweizer Tanztage. Das alle zwei Jahre stattfindende Festival findet erstmals in Basel statt. Im Programm ist Basel dennoch nur am Rande vertreten.

Zwei Tänzerinnen des Ballet du Grand Théâtre de Genève, Préludes et Fugues.

Bildlegende: Ballet du Grand Théâtre de Genève, Préludes et Fugues an den Zeitgenössischen Schweizer Tanztagen in Basel. ZVG

Zwei Tänzer des Ballet Junior de Genève.

Bildlegende: Ballet Junior de Genève. ZVG

15 Produktionen mit Mitwirkenden aus 35 verschiedenen Ländern: Vom 6. bis 10. Februar gibt es in Basel eine geballte Ladung zeitgenössischen Tanz zu sehen. Dominiert wird das Programm von Produktionen aus der Romandie. Dort seien die Rahmenbedingungen und die Nachwuchsförderung besonders gut, erklärt Tobias Brenk, Jurymitglied der zeitgenössischen Schweizer Tanztage und Dramaturg der Kaserne Basel. «Der Tanz braucht Förderung, um stark zu werden. Die Dominanz der Romandie im Programm ist ein Spiegelbild der Schweizer Tanzszene.»

« Basel muss sich noch entwickeln »

Basel ist im Programm nur am Rande dabei. Mit Alexandra Bachzetsis ist eine Basler Choreografin beteiligt und am Samstag findet ein Tanzspaziergang statt, der von Basler Tanzschaffenden organisiert wird. Zudem ist das Theater Basel mit «Eugen Onegin» im Rahmenprogramm vertreten. Laut Tobias Brenk ist in Basel die freie Tanzszene noch wenig entwickelt. «In der Deutschschweiz wird der freie Tanz erst seit kurzem gefördert. Es gibt noch einiges aufzuholen.»

Anspruchvolles Programm

Das Programm der Tanztage ist anspruchsvoll. Viele Produktionen bewegen sich im Schnittfeld mit anderen Künsten, zum Beispiel der bildenden Kunst oder der Lichtkunst. «Wir wollen die gesamte breite Palette des zeitgenössischen Tanzes zeigen», betont Tobias Brenk. Man wolle nicht nur Tanzschaffende und Tanzkenner ansprechen, sondern auch das breite Publikum. Jedoch meint Tobias Brenk: «Tanz ist eine Kunstform, die eine Sehgewohnheit voraussetzt. Ich empfehle also jenen Menschen, die mit dem Tanz nicht vertraut sind, möglichst viele Produktionen zu schauen, um sich mit der Kunst vertraut zu machen.»