In Basel wird über Lohnabzug für säumige Steuerzahler nachgedacht

Der Kanton Basel-Stadt verzichtet unfreiwillig jedes Jahr auf Steuereinnahmen in der Höhe von 40 Millionen Franken. Der Grund: Gewisse Leute haben am Ende des Jahres kein Geld mehr, um die Steuern zu bezahlen. Das ist ein Problem. Deshalb prüft die Steuerverwaltung neue Ansätze.

Geldnoten als Fächer

Bildlegende: Die Steuerverwaltung prüft ein neues Steuersystem - die freiwillige Einführung der Quellensteuer. Colourbox

Dass der Kanton Basel-Stadt jedes Jahr auf 40 Millionen Franken an Steuereinnahmen verzichten muss, gefällt der Geschäftsprüfungskommission des Basler Grossen Rates nicht. Sie macht deshalb einen Vorschlag, wie die Situation verbessert werden könnte.

Einführung der «freiwilligen Quellensteuer»

Die Steuerverwaltung soll prüfen, ob die Arbeitnehmer die Steuern monatlich vom Lohn abziehen können. Selbstverständlich würde ein solches System auf freiwilliger Basis erfolgen. Das heisst: Nur wer sich die Steuern direkt vom Monatslohn abziehen will, soll dies tun können.

Die Basler Steuerverwaltung ist nun dabei, den Vorschlag der GPK zu prüfen: «Wir haben eine Arbeitsgruppe gebildet», sagt Christian Mathez von der Basler Steuerverwaltung. Und er ergänzt etwas skeptisch: «Das ist in erster Linie Sache der Arbeitnehmer. Wenn keine Bereitschaft besteht, nützt eine freiwillige Abgabe nichts.»

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)