In Deponie-Streit von Hemmiken kommt Bewegung

Alle beteiligten Parteien haben Sondierbohrungen zugestimmt. Das Gesuch für das erforderliche Baubewilligungsverfahren wurde am Donnerstag publiziert.

Hemmiken von einem umliegenden Berg gesehen.

Bildlegende: Die Hemmiker Dorf-Idylle ist seit Jahren wegen der Wischberg-Deponie gestört. Paul Menz

Die Sondierbohrungen sollen die «Baugrundverhältnisse» bei der verfüllten früheren Mergelgrube klären. Bleiben Einsprachen aus, könne wohl im März begonnen werden, teilt die Baselbieter Bau- und Umweltdirektion mit. Das beauftragte Geologiebüro rechnet mit etwa einem Monat für die Sondierungen. Streit seit 2000

Der Streit am Wischberg dauert schon fast 16 Jahre. Seit Jahren gibt es auf dem Hof Maiberg Schäden. Seit Jahren treten am Hang oberhalb des Hofs Maiberg Verschiebungen und Vernässungen auf und gibt es auf dem Hof Schäden. Der betroffene Landwirt führt dies auf eine weiter oben gelegene Alt-Deponie zurück. Die Schäden und der Streit haben ihn an den Rand des Ruins gebracht.
Bereits 2007 verlangte das Kantonsgericht, Kanton und Gemeinde müssten Fragen um eine Deponieüberfüllung und um eine fehlende Bewilligung nachgehen. Erst als das Bundesgericht 2011 rügte, dass dieser Gerichts-Entscheid immer noch nicht umgesetzt worden sei, setzte der Kanton einen Runden Tisch mit den Beteiligten ein.

Die Wischberg-Deponie

Die frühere Mergelgrube bekam 1977 eine Bewilligung als Bauschutt-Deponie und wurde nach und nach aufgefüllt. 1998 stoppte der Kanton die Auffüllung. 2000 meldete der Maiberghof-Bauer, dass sich der Hang unterhalb der Grube bewege. Wenig später meldete er Risse an Gebäuden.