Jagd auf Kormorane in Baselland eröffnet

In Baselland dürfen Kormorane gejagt werden. Dies zur Freude der Fischer und zum Ärger der Naturschützer.

Soeben hat der schwarze Kormoran zugepackt und schlingt den Fisch kopfvoran in seinen Schlund.

Bildlegende: Des einen Freud, des andern Leid: Ein Kormoran fischt sich einen Fisch. Keystone

Im Kanton Baselland sind Kormorane nicht mehr schutzbedürftig, Jäger dürfen die Wasservögel abschiessen. Dies beschloss die Baselbieter Regierung am Dienstag. Der Baselbieter Fischereiverband freut sich über diese Massnahme. Der Natur- und Vogelschutzverband hingegen sieht darin ein falsches Zeichen.

Die Fischer freuen sich über die Aufhebung des Schutzes der Kormorane. So werde der Bestand von bedrohten Fischen geschützt. Die Kormorane hätten sich zu sehr vermehren können. Wo die Vögel in grossen Mengen auftauchen, hinterliessen sie einen Kahlschlag im Wasser.

So dramatisch sieht es der Baselbieter Natur- und Vogelschutzverband aber nicht. Der Bestand an Kormoranen werde sich von selber stabilisieren. Zudem hätten Jäger schon früher Kormorane an der Birs schiessen dürfen. Pro Jahr sind im Durchschnitt vier bis fünf Vögel der Flinte zum Opfer gefallen. Mehr dürften es auch in Zukunft nicht sein. Darum glaubt der Verband, der Kanton habe dem Druck der Fischer nachgegeben. Nun sei offen, welcher fischfressende Wasservogel als nächstes auf die Abschussliste kommen könnte. Im Visier seien schon der Gänsesäger und Graureiher gestanden.