Mehrweggeschirr Jetzt verzichtet auch «em Bebbi sy Jazz» auf Wegwerfbecher

Eigentlich sind Veranstalter in Basel verpflichtet, Mehrweg- statt Wegwerfgeschirr zu benutzen. Die Verantwortlichen der Veranstaltung «em Bebbi sy Jazz» weigerten sich jedoch bisher umzustellen und beriefen sich auf eine Ausnahmeklausel. Jetzt fanden Behörden und Veranstalter einen Kompromiss.

Bierausschank am Jazz-Konzert

Bildlegende: Zu gross sei der logistische Aufwand für Mehrweggeschirr, hatten die Verantwortlichen immer betont. Juri Weiss

Sie hatten sich lange geweigert umzustellen: die Veranstalter von «em Bebbi sy Jazz». Der Anlass könne nur mit Wegwerfgeschirr stattfinden, auf Mehrweg-Geschirr umzustellen sei nicht möglich. Der logistische Aufwand dafür sei schlicht zu gross für ein Festival, das nur gerade an einem Tag über die Bühne gehe. Man würde sogar eine Busse in Kauf nehmen, hatten die Verantwortlichen betont. Denn seit zwei Jahren schreibt Basel-Stadt Veranstaltern vor, dass sie Mehrweg-Geschirr benutzen müssen.

Von dieser Haltung sei man nicht abgerückt, sagt Peter Eichenberger, Leiter von «em Bebbi sy Jazz», aber zusammen mit den Behörden habe man jetzt eine Lösung gerfunden. Und dieser Kompromiss sieht so aus, dass die Veranstalter ab diesem Jahr einen Mehrweg-Becher anbieten, beim Geschirr und Besteck aber weiterhin auf Wegwerfware setzen. Gegen 50'000 Mehrwegbecher haben die Veranstalter jetzt bestellt, um den Ansturm von durstigen Zuschauerinnen und Zuschauern im August bewältigen zu können.