Jugendgewalt in Basel auf tiefstem Stand seit 20 Jahren

Basler Jugendliche wissen sich offensichtlich zu benehmen. Die Zahl der Gewaltdelikte hat im letzten Jahr erneut abgenommen und ist so tief wie seit 20 Jahren nicht mehr. Immer mehr Jugendliche werden jedoch beim Kiffen erwischt, dennoch ist dieser Trend nicht alarmierend.

Jugendlicher liegt am Boden und wird traktiert

Bildlegende: Solche Gewaltszenen gab es im letzten Jahr weniger in Basel-Stadt. Keystone, gestellte Szene

Der Basler Jugendanwalt Beat Burkhardt zieht eine positive Bilanz: «Ich bin sehr zufrieden mit den Basler Jugendlichen und wäre froh, dieser Trend würde noch lange so anhalten.» Rund 1'000 Fälle hatte die Basler Jugendanwaltschaft im letzten Jahr auf dem Tisch. Gewaltdelikte - wie Schlägereien oder Raubüberfälle - machten dabei nur noch einen kleinen Teil aus. 58 Anzeigen wegen Gewalt wurden im 2014 registriert, 2011 waren es über 120.

Gründe für diesen Rückgang gäbe es verschiedene, erklärt Burkhardt. Vor allem die erhöhte Polizeipräsenz in der Stadt sei verantwortlich, aber auch dass der Alkoholkonsum unter Jugendlichen zurückgegangen sei. Die erhöhte Polizeipräsent hat jedoch noch einen anderen Effekt. So wurden im 2014 mehr jugendliche Cannabis-Konsumenten erwischt. 275 Anzeigen gab es im letzten Jahr.

Diese Zahl beunruhigt Burkhardt jedoch nicht: «Die Jugendlichen sind sich Kiffen in der Öffenlichkeit gewöhnt. Mit der erhöhten Polizeipräsenz werden sie nun auch vermehrt erwischt. Generell mehr konsumiert wird aber nicht», hält Burkhardt fest.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)