Kämpferische 1. Mai-Kundgebung in Basel

An der traditionellen 1.Mai-Kundgebung in Basel wurde einmal mehr die Solidarität der Arbeitnehmenden betont - und soziale Gerechtigkeit gefordert - auch an die Adresse von SP-Regierungsrat Christoph Brutschin.

Ein Demonstrationszug auf der Mittleren Brücke, rechts eine Schweizer Fahne

Bildlegende: Die 1.Mai-Teilnehmerinnen und -nehmer auf dem Weg zum Basler Marktplatz SRF

Mindestlöhne und eine starke AHV als wichtige Ziele - das die Schwerpunkte in der Rede des Präsidenten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), Paul Rechsteiner, bei der traditionellen 1.Mai-Feier in Basel. Gleichzeitig plädierte der SGB-Präsident für eine Verkleinerung der sozialen Unterschiede in der Schweiz.

Ganz klar gegen Lohndumping

Eine gewisse Brisanz hatte die Stellungnahme von Paul Rechsteiner gegen das Lohndumping - zwar würden die flankierenden Massnahmen greifen, aber es gebe immer noch zuviele Fälle, bei denen die Löhne zu niedrig seien. Paul Rechsteiner forderte deshalb seinen Parteikollegen, den Basler Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin auf, hier konkret zu handeln. Der SGB-Präsident sagte dies vor dem Hintergrund, dass im Vorfeld der zurzeit stattfindendenden Uhren- und Schmuckmesse Baselworld zahlreiche Fälle von Lohndumping festgestellt worden waren.

Demo weicht aus für Schmuckmesse

Wegen dieser Baselworld hatten die etwa 1'500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (diese Zahl bewegt sich etwa im Bereich der letzten Jahre) ausnahmsweise nicht vom Messeplatz sondern erst von der Clarastrasse Richtung Innenstadt starten können. Dies gab bei einigen 1.Mai-Aktivisten zu reden: die einen akzeptierten den Entscheid ohne Diskussion, andere meinten, auch den Baselworld-Besuchern wäre eine 1. Mai-Kundgebung zuzumuten gewesen.

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