Kämpferische SP Baselland nominiert Nebiker und Münger

Die Baselbieter SP schickt zwei Kandidierende in die nächsten Regierungswahlen. Die Delegiertenversammlung nominierte am Donnerstag Abend die Liestaler Stadträtin Regula Nebiker mit 91 Stimmen und den Münchensteiner Gewerkschafter Daniel Münger mit 73 Stimmen.

Doppelportrait in Nahaufnahme von Daniel Münger und Regula Nebiker.

Bildlegende: SP schickt Daniel Münger (53) und Regula Nebiker (57) in Regierungswahl 2015. zvg

Die SP Baselland geht mit Regula Nebiker und Daniel Münger in die Regierungsratswahlen 2015. Die Staatsarchivarin und Stadträtin aus Liestal und der Gewerkschafter und alt Landrat aus Münchenstein sind von den Delegierten der Partei am Donnerstagabend in Sissach nominiert worden.

Regula Nebiker wurde mit 91 Stimmen nominiert, Daniel Münger erhielt 73 Stimmen. Mit 68 Stimmen übertraf auch Landrat Christoph Hänggi aus Therwil das absolute Mehr, blieb als Drittplatzierter aber überzählig. Die SP geht mit zwei Neuen in die Wahlen, da ihr Bisheriger, Urs Wüthrich, nicht mehr antritt.

Die 57-jährige Regula Nebiker leitet seit 2000 das Staatsarchiv des Kantons Baselland. 2012 wurde sie in den Stadtrat ihres Wohnorts Liestal gewählt, wo sie für die SP einen zweiten Sitz eroberte. Der 53-jährige Daniel Münger aus Münchenstein ist Zentralsekretär der Syndicom Gewerkschaft Medien und Kommunikation und politisierte von 2001 bis 2013 im Baselbieter Landrat. Er sei «politisch sehr breit aufgestellt», sagte Münger nach seiner Nomination, und er habe «grosse Wirtschafts- und Sozialkompetenzen». Besonders reizen würde ihn die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion. «Mit der Bildungsdirektion des abtretenden Urs Wüthrich könnte ich aber auch sehr gut leben», betonte Münger.

Grosses Mehr für Zweierkandidatur

Vor der Nomination hatten sich die Delegierten mit grossem Mehr für eine Zweierkandidatur entschieden. Beantragt hatte dies die Geschäftsleitung. Ein Antrag aus dem Saal für eine Einerkandidatur, um eine Stimmenzersplitterung zu vermeiden, blieb dagegen erfolglos; die Mehrheit folgte dem Argument, die SP solle sich den bürgerlichen Ansprüchen entgegenstellen, nicht bloss ihren Sitz verteidigen und die Kampfansage der Bürgerlichen aufnehmen.

Mit der SP hat die letzte der Baselbieter Regierungsparteien ihre Nominationen für die Regierungsratswahlen von 2015 vorgenommen. Die Bürgerlichen wollen mit vier Kandidierenden einen zusätzlichen Sitz in der fünfköpfigen Regierung erobern: neben den Bisherigen Anton Lauber (CVP), Thomas Weber (SVP), Sabine Pegoraro tritt neu Landrätin Monica Gschwind an (beide FDP). Die Grünen gehen ebenfalls mit ihrem Bisherigen, Isaac Reber, ins Rennen. Grüne und SP bilden keine gemeinsame Liste; die SP deklarierte ihre Zweierkandidatur aber klar als Angriff auf die Bürgerlichen.