Kanton Basel-Stadt schliesst letzten öffentlichen Badesalon

Für das Isteiner Bad im Kleinbasel schlägt im Juli die letzte Stunde. Dann wird das letzte öffentliche Bad in Basel geschlossen. Das Isteiner Bad wird pro Tag durchschnittlich nur noch von sieben Personen besucht.

Vier kleine, weisse Waschmaschinen und ein grosse, silberne Waschmaschine in einer Reihe. Davor drei silberne Trommeln, um Wäsche zu trocknen.

Bildlegende: Waschmaschinen und Wäschetrockner im Isteiner Bad im Kleinbasel. Dave Joss

In den 90er-Jahren war das Isteiner Bad noch deutlich beliebter. Damals wurden die Einrichtungen des Bads täglich von mehr als 20 Personen benützt. Sie gingen im Isteiner Bad in die Sauna, duschten sich, bräunten sich im Solarium oder brauchten die Waschmaschinen.

Es ist eine eigene Welt, die aufgeht, wenn man die Glastür des Isteiner Bads aufmacht. Mittlerweile ist das Bad allerdings in die Jahre gekommen, eine Sanierung wäre nötig. Doch weil sie mehrere Millionen Franken kosten würde, hat der Kanton beschlossen, das Bad im Juli zu schliessen.

Früher, lange vor der Ära des Isteiner Bads, betrieb der Kanton mehrere öffentliche Bäder. Seinerzeit war die Idee, etwas für die Gesundheit der Bewohner zu machen. Heute, wo es fast keine Häuser ohne Dusche mehr gibt, ist diese Zielsetzung in den Hintergrund gerückt.